Müde nach dem Essen, abends lieber nichts Schweres, und eine Liste mit Lebensmitteln, die Sie meiden – die über die Jahre immer länger geworden ist. Flohsamen, Probiotikum, Weglassen haben Sie wahrscheinlich schon versucht, und ärztlich hieß es: alles unauffällig.
Bei mir bekommen Sie eine Darmkur, die sich nach dem richtet, was Ihr Darm braucht – Phase für Phase, als Teil meiner Darmsanierung.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.
Unter „Darmkur“ wird vieles verkauft – vom Probiotikum aus der Drogerie bis zum Paket aus der Apotheke. Bei mir ist die Darmkur Teil der Darmsanierung.
Die Darmsanierung ist der ganze Weg: kostenloses Vorgespräch, erster Termin, Ernährungstagebuch, in der Regel eine Mikrobiomanalyse, je nach Verdacht ein Atemtest oder Laborwerte – dann die Auswertung und Ihr schriftlicher Plan.
Die Darmkur ist die praktische Umsetzung dieses Plans: die Anleitung und Begleitung, mit der Ihr Plan über die nächsten Monate Schritt für Schritt Wirklichkeit werden kann, Phase für Phase.
So verstehe und verwende ich die Begriffe in meiner Praxis. Gesetzlich festgelegt oder einheitlich definiert sind weder „Darmsanierung“ noch „Darmkur“.
Probiotikum, Ballaststoffe, oft ein Mittel zum „Reinigen“ – für alle gleich, aus Drogerie oder Apotheke. Für manche kann das passen. Bei anderen kann es wirkungslos bleiben oder den Bauch sogar unruhiger machen.
Grundlage ist das, was die Darmsanierung vorher klärt: Ihre Beschwerden, Ihr Ernährungstagebuch und in der Regel eine Mikrobiomanalyse. Die Darmkur setzt den daraus entstandenen Plan um.
Sie bekommen Ihren Plan schriftlich, melden sich an vereinbarten Punkten, und ich passe den Plan mit Ihnen an, wenn etwas nicht passt.
Ein Probiotikum allein bringt oft wenig. Mehr Ballaststoffe gelten als gesund – und können den Bauch trotzdem stärker blähen. Dann war möglicherweise nicht die Maßnahme falsch, sondern der Zeitpunkt.
Daran können Versuche auf eigene Faust scheitern: Einzelne Schritte können sich gegenseitig aufheben. Die Schleimhaut aufzubauen bringt unter Umständen wenig, solange das Essen weiter oben nicht gut aufgeschlossen wird oder das, was den Darm stört, weiterläuft.
Die funktionelle Medizin ordnet das im sogenannten 4R-Prinzip: wegnehmen, was stört – die Verdauung unterstützen – gute Bakterien ansiedeln – die Schleimhaut regenerieren. In der Praxis greifen diese Schritte ineinander. Deshalb arbeite ich häufig mit drei Phasen, die sich überlappen können.
Häufig sind es drei Phasen. Welche Sie brauchen, in welcher Reihenfolge und wie lange, ergibt sich aus Ihrem Befund und Ihrem Plan – nicht aus einem Schema.
Phase 1 – Entlasten. Zuerst kann wegfallen, was Ihren Darm belastet oder stört. Tagebuch und Analyse können zeigen, was das bei Ihnen ist – es geht nicht darum, alles umzustellen. Je nach Befund können pflanzliche Mittel dazukommen. Arbeiten Magen, Galle oder Bauchspeicheldrüse zu schwach – häufig unter Stress –, können Bitterstoffe oder Enzyme vor dem Essen die Verdauung unterstützen.
Phase 2 – Aufbauen. Sie kann schon nach einigen Wochen beginnen, während Phase 1 noch läuft. Im Mittelpunkt steht oft die Darmschleimhaut: Sie kann gezielt bekommen, was sie zur Erholung braucht. Dazu kann ein Probiotikum kommen, das zu Ihrem Befund passt – einschleichend, oft ergänzt durch fermentierte Lebensmittel. Damit sich die Darmflora halten kann, können lösliche Ballaststoffe und Gemüsevielfalt Schritt für Schritt steigen.
Phase 3 – Stabilisieren. Jetzt geht es darum, das Erreichte zu halten. Regelmäßige Mahlzeiten, genug Abstand zwischen dem Essen und ein ruhiger Tagesrhythmus können der Darmflora helfen. Lebensmittel, die anfangs wegfielen, können einzeln zurückkommen – mit Abstand, damit Sie sehen, was Sie vertragen. Dabei kann mein Testtagebuch (PDF) helfen. Dazu können ein paar feste Gewohnheiten gegen Dauerstress kommen: Pausen, Atemübungen, Bewegung.
Das Ziel ist eine Darmflora, die sich möglichst selbst trägt – damit Sie wieder abwechslungsreich essen können.
Ernährung ist für Ihren Darm wohl der größte Helfer. Wir essen jeden Tag, weil wir Hunger haben – und was wir essen, kann die Darmgesundheit fördern oder sie belasten. Deshalb ist Ernährung ein fester Bestandteil jeder Darmsanierung und jeder Darmkur. Im Idealfall ernähren und leben wir so, dass wir gar keine Therapie brauchen – weder mich noch jemand anderen.
Ich schreibe Ihnen dabei nichts vor, sondern gebe Empfehlungen und Hinweise. Aus der Auswertung Ihres Ernährungstagebuchs können sich Möglichkeiten ergeben, was Sie anders machen könnten. Diese Optionen zeige ich Ihnen im Ernährungsplan auf. Mein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch (PDF) können Sie vorab kostenlos herunterladen.
Der Ernährungsplan besteht aus Hinweisen, die auf Sie und Ihre Beschwerden zugeschnitten sind, und meist ein bis drei Beispieltagen. Er richtet sich nach Ihnen: vegan, vegetarisch oder mit Fleisch, nach Ihren Vorlieben und Ihrem Bedarf – brauchen Sie mehr Energie, kann zum Beispiel etwas mehr Öl oder eine Handvoll Nüsse dazukommen.
Der Plan ist ein Beispiel und eine Orientierung, keine Pflicht. Wie Sie ihn umsetzen, entscheiden Sie. Wie ein darmfreundlicher Tag aussehen kann, zeige ich in meinem Beitrag Darmfreundlich essen: ein Beispieltag.
Dauer: Die Darmkur setzt Ihren Plan aus der Darmsanierung um – und das braucht in der Regel Monate, nicht Tage. Wie lange, hängt von Ihrem Befund und Ihrem Verlauf ab; oft sind es drei bis sechs Monate. Mehr dazu in meinem Beitrag Wie lange dauert eine Darmsanierung?
Essen: Die Idee ist ein Plan, der sich so gut wie möglich umsetzen lässt: Möglichst viel soll auf Ihrem Speiseplan bleiben, wegfallen sollen vor allem Dinge, die Ihren Darm oder Ihre Gesundheit belasten. Und der Plan bleibt anpassbar, wenn sich etwas verändert.
Präparate: In den ersten Wochen können es mehrere sein, verteilt auf den Tag, meist zu den Mahlzeiten. Das kann schnell zur Routine werden, und im Verlauf können es weniger werden.
Verlauf: Die ersten Tage können holprig sein – etwa mit Kopfschmerzen, Müdigkeit oder mehr Unruhe im Bauch. Das legt sich häufig nach einigen Tagen. Danach kann es in Wellen gehen: gute Wochen, ein kleiner Rückschritt, wieder vorwärts.
Nebenbei: Manche merken unterwegs mehr Energie, ruhigeren Schlaf, einen klareren Kopf oder ein ruhigeres Hautbild. Das kann so sein, ist aber kein Versprechen.
Eine Patientin hatte seit Jahren Beschwerden, obwohl sie auf ihre Ernährung achtete – viele Ballaststoffe inklusive.
Die Mikrobiomanalyse zeigte ein Bakterium, das um ein Vielfaches erhöht war. Bei genauer Auswertung wurde klar, wovon es lebte: von genau einer Art Ballaststoff, die sie täglich aß. Darauf kommt man allein kaum, weil man glaubt, sich gesund zu ernähren.
Als dieses Lebensmittel wegfiel, ging ein großer Teil der Beschwerden zurück. Monate später lag das Bakterium in einer zweiten Analyse wieder im normalen Bereich. Das Essen war nicht der einzige Faktor, aber der entscheidende Hebel.
Den perfekten Zeitpunkt gibt es selten. Das größere Hindernis ist oft die Gewöhnung: Man richtet den Alltag nach dem Bauch aus und hält das irgendwann für normal. Ein guter Moment ist, wenn
Kommt gerade alles auf einmal – Umzug, neuer Job, Pflege in der Familie –, ist Warten manchmal besser. Das besprechen wir offen, bevor Sie Geld ausgeben.
Zuerst ärztlich abklären: Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, starke oder plötzlich neue Beschwerden.
Im Kern geht es um die Darmsanierung. Die Darmkur ist darin der Schritt, in dem Ihr Plan Wirklichkeit wird:
Die Darmsanierung und damit auch die Darmkur laufen über Gespräche, Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; Testsets kommen per Post. Mehr unter Darmsanierung online.
Die Darmkur ist Teil der Darmsanierung. Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Für den Start – erster Termin, Mikrobiomanalyse, Auswertung und Plan – sind es meist 600–700 €.
Während der Darmkur können Präparate aus Ihrem Plan dazukommen; Rückfragen und Anpassungen rechne ich nach Zeit ab.
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Ich werde seit etwa sechs Monaten von Herrn Erb als Ernährungsberater begleitet. In dieser Zeit ist es mir gelungen, meine seit jeher bestehenden gastrointestinalen Probleme fast vollständig zu lösen. Neben seiner Professionalität und Kompetenz habe ich besonders seine Präsenz und seine Bereitschaft geschätzt, detailliert auf meine Fragen zu den von ihm erstellten Ernährungsplänen einzugehen.“ ★★★★★ — F. P., Google-Rezension (vor 7 Monaten)
Es handelt sich um individuelle Erfahrungsberichte. Behandlungsergebnisse sind nicht übertragbar
Ja, Sie können die einzelnen Schritte auch allein gehen. Was dann eventuell fehlt, ist die Grundlage: welche Keime bei Ihnen überwiegen und welche Lebensmittel sie füttern. Ohne Befund – ohne Mikrobiomanalyse, Atemtest oder Ernährungstagebuch – und ohne diesen Abgleich ist unter Umständen unklarer, wann was wirkt und ob etwas wirkt.
Eine Darmreinigung entleert den Darm – etwa vor einer Darmspiegelung oder bei einer Colon-Hydro-Therapie. Eine Darmkur wirkt auf die Darmflora, und das ist etwas ganz anderes. Vereinfacht gesagt: Die Reinigung holt den Darminhalt heraus, die Darmkur kann verändern, was im Darm passiert – damit die Verdauung insgesamt besser funktionieren kann. Mehr dazu in meinem Beitrag Darmreinigung oder Darmsanierung?
Eine Darmkur ist kein Jahresritual. Sinnvoll sein kann sie, wenn es einen Grund gibt – Beschwerden, ein auffälliger Befund, eine Antibiotika-Behandlung. Läuft danach alles gut, braucht es in der Regel keine Wiederholung.
Mehr Stämme heißt nicht automatisch besser. Entscheidend ist eher, ob die Stämme zu dem passen, was bei Ihnen fehlt – und ob der Darm in dem Moment bereit ist, sie aufzunehmen.
Das kann vorkommen, meist vorübergehend in den ersten Wochen, wenn sich die Darmflora umstellt. Halten Hautreaktionen an oder werden stärker, melden Sie sich – dann schauen wir, ob ein Präparat oder ein Lebensmittel der Auslöser ist.
Eine Darmkur ist keine Diät. Wenn sich die Verdauung beruhigt, kann sich bei manchen auch das Gewicht verändern – als Nebeneffekt, nicht als Ziel.
Häufig ja, denn Antibiotika treffen auch nützliche Bakterien. Ob eine Darmkur nötig ist oder ein gezielter Darmaufbau reicht, hängt davon ab, wie es Ihnen geht. Mehr dazu unter Darmaufbau nach Antibiotika.
Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder Sie rufen an, und wir klären in 15 Minuten kostenlos, ob eine Darmkur für Sie passt.