Reflux und Sodbrennen – Heilpraktiker in Berlin und online
Es brennt hinter dem Brustbein, saures oder bitteres Aufstoßen kommt hoch – oder Sie räuspern sich ständig, haben einen Kloß im Hals und husten immer wieder, ohne dass es brennt? Säureblocker helfen nur, solange Sie sie nehmen. Ich gehe mit Ihnen der Ursache nach: warum der Mageneingang nicht dicht hält und was Ihren Magen aus dem Takt bringt. Daraus entsteht ein Plan, der zu Ihren Befunden und zu Ihrem Alltag passt.
In meiner Praxis im Kollwitzkiez in Berlin Prenzlauer Berg oder online per Video, deutschlandweit.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
- nach dem Essen brennt es hinter dem Brustbein, besonders beim Hinlegen oder Bücken
- saures oder eher bitteres Aufstoßen, manchmal mit unangenehmem Geschmack im Mund
- Sie räuspern sich ständig, haben einen Kloß im Hals oder müssen immer wieder husten
- Druck und Völlegefühl im Oberbauch – das Essen fühlt sich an, als läge es lange „drin“
- oft kommen ein Blähbauch und viel Aufstoßen von Luft dazu
- nach fettreichem Essen am Abend ist es besonders schlimm
- auch Kaffee, Alkohol, Süßes und Schokolade, scharfes Essen oder kohlensäurehaltige Getränke lösen es aus
- Säureblocker helfen nur, solange Sie sie nehmen – oder gar nicht
Wenn Sie sich hier wiederfinden: Reflux hat einen Grund – und oft lässt er sich finden.
Reflux ist ein Signal, keine Diagnose
Bei Reflux fließt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Das Brennen ist das Zeichen dafür – aber es sagt noch nicht, warum der Mageneingang nicht richtig schließt. Dahinter können ganz verschiedene Ursachen stecken: ein Magen, der sich zu langsam entleert, ein Blähbauch, der von unten drückt, eine insgesamt schwache Verdauung, eine gereizte Magenschleimhaut, ein Zwerchfellbruch, Galle, Stress oder Medikamente.
Stiller Reflux: wenn es nicht brennt
Nicht jeder Reflux macht Sodbrennen. Steigt Mageninhalt bis in den Rachen, kann er sich ganz anders zeigen: ständiges Räuspern, ein Kloß im Hals oder Husten, der immer wiederkommt. Weil es nicht brennt, denkt dabei kaum jemand an den Magen – und die Ursache bleibt lange unentdeckt. Mehr dazu in meinem Beitrag Stiller Reflux: was tun?
Säureblocker schützen die Speiseröhre, und das ist wichtig. Die Ursache beheben sie nicht. Deshalb kommen die Beschwerden oft wieder, sobald man sie weglässt. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
Zu viel Säure – oder zu wenig?
Viele denken bei Sodbrennen automatisch an zu viel Magensäure. Das kann sein – muss es aber nicht. Schon schwach saurer Mageninhalt reizt die Speiseröhre. „Es brennt sauer“ heißt also nicht, dass Ihr Magen genug Säure bildet. Drei Spuren begegnen mir besonders häufig:
Wenn das Essen zu lange im Magen bleibt
Große Portionen und fettreiches Essen, vor allem am Abend, können die Magenentleerung verlangsamen. Je länger und voller der Magen ist, desto öfter öffnet sich der Mageneingang. Drückt dazu ein Blähbauch von unten, steigt der Druck im Bauch weiter – Bücken oder Hinlegen tun dann ihr Übriges. Mehr dazu in meinem Beitrag Völlegefühl nach dem Essen: was dahinterstecken kann.
Wenn die Verdauung insgesamt zu schwach antwortet
Nach dem Essen regen dieselben Botenstoffe die Säurebildung und den Verschluss des Mageneingangs an. Antwortet der Magen insgesamt schwach – etwa unter Dauerstress oder mit zunehmendem Alter –, können beide gemeinsam nachlassen. Dann können wenig Säure und Reflux zusammengehören.
Wenn es eher bitter brennt
Schmeckt das Aufstoßen eher bitter als sauer, und helfen Säureblocker kaum, kann Galle im Spiel sein, die aus dem Dünndarm in den Magen zurückläuft. Das braucht einen anderen Weg als saurer Reflux.
Diese Unterscheidung hilft schon im ersten Gespräch, die richtige Spur zu finden.
Was hinter Reflux stecken kann
Schwache Verdauung
Zu wenig Magensäure, Galle oder Enzyme – das Essen bleibt lange liegen.
Stress
Dauerstress kann die Verdauung dämpfen und die Magenschleimhaut belasten.
Medikamente
Manche Schmerzmittel und andere Mittel können Magen und Speiseröhre reizen.
Gastritis
Eine gereizte Magenschleimhaut bildet oft weniger Säure. Die Verdauung wird schwächer, es entsteht mehr Luft – und der Druck steigt.
Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
Ein Teil des Magens rutscht durch das Zwerchfell nach oben. Das kommt häufig vor und kann den Verschluss schwächen.
Was vorher ärztlich abgeklärt sein sollte
Schluckbeschwerden, das Gefühl, dass Essen stecken bleibt, ungewollter Gewichtsverlust, Erbrechen, Blut im Erbrochenen oder schwarzer Stuhl, Blutarmut oder Beschwerden, die nach dem 50. Lebensjahr neu auftreten, gehören zuerst in ärztliche Hände – meist mit einer Magenspiegelung. Schmerzen oder Druck in der Brust können auch vom Herzen kommen: Das bitte immer zuerst ärztlich abklären lassen.
Viele, die zu mir kommen, haben eine Magenspiegelung schon hinter sich – ohne auffälligen Befund. Das ist beruhigend. Warum der Mageneingang nicht dicht hält, erklärt es aber oft nicht: Wie gut Ihre Verdauung arbeitet und was im Darm los ist, sieht man dort nicht.
Diagnostik: wie ich herausfinde, was bei Ihnen dahintersteckt
Welche Untersuchungen sinnvoll sind, ergibt sich aus dem Gespräch. Dort klären wir zuerst: Brennt es sauer oder bitter? Wie lange nach dem Essen? Auch nüchtern? Wie lange fühlt sich das Essen „drin“ an? Dazu kommen häufig ein Ernährungs- und Symptomtagebuch, eine Stuhlanalyse, die auch Hinweise auf Ihre Verdauungsleistung geben kann, und bei einem Blähbauch ein Atemtest auf SIBO. Blutwerte lassen Sie bei Ihrem Hausarzt bestimmen; ob und welche das sind, besprechen wir im Termin, und gegebenenfalls bekommen Sie von mir eine Liste mit.
Ich arbeite vor allem mit zwei Fachlaboren zusammen: Ganzimmun und biovis.
Mikrobiomanalyse
Eine Untersuchung Ihres Stuhls. Sie kann zeigen, welche Bakterien in Ihrem Darm leben, wie vielfältig Ihre Darmflora ist, und Hinweise auf Verdauung und Darmschleimhaut geben.
Atemtests
Können Hinweise geben, zum Beispiel auf eine Fehlbesiedlung im Dünndarm (SIBO) oder eine Laktoseunverträglichkeit. Die Testsets bekommen Sie von mir.
Blutwerte
Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Entzündungswerte: abgenommen beim Hausarzt oder in einem Labor, ausgewertet von mir.
Ernährungstagebuch
Kann zeigen, was Sie essen und wie Ihr Bauch darauf reagiert; oft die erste Spur.
Wie ich bei Reflux vorgehe
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache – deshalb steht sie erst nach den Befunden fest. Das Ziel ist, dass Ihr Magen wieder ruhig arbeitet und Sie wieder möglichst normal essen können.
Die folgenden Schritte zeigen nur grob die Grundstruktur, als Beispiel. Wie Ihr Plan genau aussieht, ergibt sich immer einzeln aus Ihren Befunden.
- Entlasten: Essrhythmus, Portionen und Abendmahlzeit so anpassen, dass der Magen weniger lange voll ist.
- Die Ursache angehen: eine schwache Verdauung unterstützen, einen Blähbauch oder eine Fehlbesiedlung behandeln, die Galle mit einbeziehen – je nachdem, was bei Ihnen dahintersteckt.
- Schleimhaut schützen: mit Ernährung und gezielt ausgewählten Mitteln.
- Stabilisieren: damit der Magen auch dann ruhig bleibt, wenn Sie wieder vielfältig essen.
Säureblocker nicht einfach absetzen. Sie schützen die Speiseröhre. Wer sie lange genommen hat und plötzlich weglässt, kann vorübergehend stärkeres Brennen bekommen. Ob und wie Sie reduzieren, geht nur Schritt für Schritt und in Absprache mit Ihrem Arzt – und erst, wenn die Ursache angegangen ist. Meist ist es ein längerer Weg, der bis zu drei Monate oder gegebenenfalls auch länger dauern kann.
Was Sie selbst tun können
- kleinere Portionen, lieber öfter am Tag
- etwa drei Stunden Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und dem Hinlegen
- fettreiche Mahlzeiten am Abend eher meiden – sie können die Magenentleerung verlangsamen
- nach dem Essen nicht bücken, pressen oder schwer heben – ein kurzer Spaziergang ist besser als langes Sitzen
- brennt es vor allem nachts: das Kopfende des Bettes etwas höher stellen
- langsam essen und gut kauen
- bewusst in den Bauch atmen (Zwerchfellatmung) und Pausen gegen den Stress einplanen
- ein Tagebuch führen, um Muster zu erkennen – zum Beispiel mein Reflux-Tagebuch (PDF)
Haben Sie Sodbrennen, ist Pfefferminzöl keine gute Wahl – es kann die Beschwerden verstärken, auch wenn es sonst bei Blähungen gern empfohlen wird.
Helfen diese Schritte nur kurz oder kommen Blähbauch, Verstopfung oder Schmerzen dazu, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Was speziell nachts helfen kann – vom Abendessen bis zur Schlaflage –, lesen Sie in meinem Beitrag Sodbrennen nachts: was helfen kann.
So läuft es bei mir ab
Schritt 0 — Vorgespräch, wenn Sie möchten
Kostenlos, 15 Minuten, am Telefon, per Video oder in der Praxis – um alle offenen Fragen zu klären, ob Sie bei mir richtig sind und ob mein Angebot zu Ihnen passt.
Schritt 1 — Erster Termin
Sie schildern mir Ihre Beschwerden in aller Ruhe und in ganzer Tiefe – Vorgeschichte, Ernährung, Alltag. In der Praxis oder per Video.
Schritt 2 — Untersuchungen
Die Tests, die bei Ihnen zur Klärung beitragen können. Die Testsets bekommen Sie im Termin oder per Post.
Schritt 3 — Auswertung und Plan
Sobald alle Unterlagen und Befunde vorliegen, werte ich sie aus und erstelle Ihren Plan. Meist sind das 2 bis 3 Stunden, manchmal mehr – das besprechen wir vorher. Ihren Plan bekommen Sie schriftlich als PDF: was die Befunde zeigen, welche Phase wann kommt und was Sie in welcher Reihenfolge nehmen.
Schritt 4 — Begleitung
Folgetermine, wenn sie sinnvoll sind, und Fragen zwischendurch per E-Mail. Reagiert Ihr Körper anders als erwartet, passe ich den Plan mit Ihnen an. Nach einigen Monaten kann eine erneute Mikrobiomanalyse zeigen, was sich verändert hat – der wichtigste Maßstab bleibt aber, wie es Ihnen geht.
Begleitung bei Reflux – auch online
Die Begleitung bei Reflux braucht keine Behandlung mit den Händen. Sie lebt vom Gespräch, von Ihren Befunden und von Ihrem Plan. Deshalb funktioniert sie per Video genauso wie in der Praxis: Testsets kommen per Post, das Labor schickt die Befunde an mich, Ihren Plan bekommen Sie als PDF.
Was die Begleitung kostet
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde – für den ersten Termin (etwa 1 Stunde), für Auswertung und Plan (meist 2 bis 3 Stunden) und für spätere Gespräche. Ich schaue dabei nicht auf die Minute. Das Vorgespräch ist kostenlos.
Die Tests rechnet das Labor direkt mit Ihnen ab: die Stuhlanalyse (Darmcheck bei Ganzimmun) etwa 240 €, ein Atemtest-Set je nach Test etwa 36 bis 60 € – den Atemtest gibt es auch kostenlos in einer gastroenterologischen Praxis. Für den Start heißt das meist etwa 600 bis 700 €.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen mein Honorar in der Regel nicht, private Versicherungen und Zusatzversicherungen teilweise, je nach Tarif.
Wer Sie begleitet
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Das sagen Patienten, die ich bei ihrer Darmgesundheit begleitet habe
Ich werde seit etwa sechs Monaten von Herrn Erb als Ernährungsberater begleitet. In dieser Zeit ist es mir gelungen, meine seit jeher bestehenden gastrointestinalen Probleme fast vollständig zu lösen. Neben seiner Professionalität und Kompetenz habe ich besonders seine Präsenz und seine Bereitschaft geschätzt, detailliert auf meine Fragen zu den von ihm erstellten Ernährungsplänen einzugehen.“ ★★★★★ — F. P., Google-Rezension (vor 7 Monaten)
Es handelt sich um individuelle Erfahrungsberichte. Behandlungsergebnisse sind nicht übertragbar
Häufige Fragen zu Reflux
Soll ich meine Säureblocker absetzen?
Nicht auf eigene Faust. Säureblocker schützen die Speiseröhre, und plötzliches Absetzen kann das Brennen vorübergehend verstärken. Ob und wie Sie reduzieren, besprechen Sie mit Ihrem Arzt – Schritt für Schritt und erst, wenn die Ursache angegangen ist.
Kann auch zu wenig Magensäure Sodbrennen machen?
Ja, das kann sein. Säurebildung und Verschluss des Mageneingangs werden nach dem Essen gemeinsam angeregt. Antwortet der Magen insgesamt schwach, können beide nachlassen – und schon wenig Säure reicht, um die Speiseröhre zu reizen.
Was ist galliger Reflux?
Dabei läuft Galle aus dem Dünndarm in den Magen zurück. Typisch ist eher bitteres als saures Aufstoßen, und Säureblocker helfen oft wenig. Das braucht einen anderen Weg als saurer Reflux.
Helfen Hausmittel wie Natron?
Sie können kurzfristig lindern, ändern aber nichts an der Ursache. Wenn Sie sie regelmäßig brauchen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Ab wann sollte ich zum Arzt?
Bei Schluckbeschwerden, ungewolltem Gewichtsverlust, Erbrechen, Blut, Schmerzen in der Brust oder Beschwerden, die nach dem 50. Lebensjahr neu auftreten, bitte zuerst ärztlich abklären lassen.
Geht das auch online?
Ja. Termine per Video funktionieren genauso wie in der Praxis, die Testsets bekommen Sie per Post.
Ihr Termin bei Reflux
Buchen Sie Ihren Termin direkt online – in meiner Praxis im Kollwitzkiez oder per Video. Sie möchten vorher klären, ob ich Ihnen helfen kann? Dann rufen Sie mich für ein kostenloses Vorgespräch von 15 Minuten an.