Leaky Gut – durchlässiger Darm: Heilpraktiker in Berlin und online
Sie vertragen immer weniger Lebensmittel, Ihr Bauch reagiert auf vieles, und dazu kommen Infekte, Allergien oder Hautprobleme? Dahinter kann ein durchlässiger Darm stecken – ein „Leaky Gut“. Ich gehe mit Ihnen der Frage nach, warum Ihr Darm durchlässig geworden ist und was ihn wieder stärkt. Daraus entsteht ein Plan, der zu Ihren Befunden und zu Ihrem Alltag passt.
In meiner Praxis im Kollwitzkiez in Berlin Prenzlauer Berg oder online per Video, deutschlandweit.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
- Sie vertragen immer weniger – die Liste der Lebensmittel, die Probleme machen, wird länger
- Ihr Bauch reagiert auf vieles mit Blähungen, Durchfall oder Schmerzen
- Allergien oder Hautprobleme nehmen zu
- Sie sind ständig erkältet und brauchen lange, um wieder fit zu werden
- nach Antibiotika, Schmerzmitteln oder einer stressigen Zeit ist alles schlechter geworden
Wenn Sie sich hier wiederfinden: Ein durchlässiger Darm hat einen Grund – und oft lässt er sich finden.
Was „Leaky Gut“ bedeutet
Ihr Darm ist die größte Grenze zwischen Ihrem Körper und der Außenwelt. Er soll Nährstoffe hereinlassen und alles andere draußen halten. Dafür hat er drei Schutzschichten:
- eine gesunde Darmflora, die Krankheitserregern keinen Platz lässt,
- eine Schleimschicht mit Abwehrstoffen (sekretorisches IgA), die Fremdes abfängt,
- eine dichte Zellschicht, deren Zellen über feine Verbindungen („tight junctions“) eng miteinander verbunden sind.
Ist eine dieser Schichten geschwächt, können Stoffe ins Blut gelangen, die dort in dieser Menge nicht hingehören. Das Immunsystem reagiert darauf, die Schleimhaut kann sich entzünden – und wird dadurch noch durchlässiger. Ein Kreislauf beginnt. Mögliche Folgen können Unverträglichkeiten und Allergien, eine erhöhte Infektanfälligkeit, eine schlechtere Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen und Beschwerden auch außerhalb des Darms sein.
Leaky Gut ist selten der Anfang
Ein durchlässiger Darm ist meist keine Ursache, sondern eine Folge. Etwas hat die Schutzschichten geschwächt – und genau das gilt es zu finden. Wer nur die Schleimhaut stärkt, ohne die Ursache anzugehen, kommt oft nicht weit.
Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht ist
Fehlen wichtige Bakterien, vor allem solche, die Buttersäure (Butyrat) bilden, fehlt der Darmschleimhaut ihre wichtigste Energiequelle. Butyrat hilft, die Schleimschicht aufzubauen und die Zellverbindungen abzudichten.
Wenn die Verdauung nicht richtig arbeitet
Unverträglichkeiten wie bei Milch- oder Fruchtzucker, Gluten oder zu wenige Verdauungsenzyme können die Schleimhaut auf Dauer belasten.
Wenn der Alltag den Darm fordert
Dauerstress, Alkohol, Schmerzmittel oder Antibiotika können die Darmwand durchlässiger machen – oft unbemerkt, über Monate.
Diese Unterscheidung hilft schon im ersten Gespräch, die richtige Spur zu finden.
Was hinter einem durchlässigen Darm stecken kann
Unverträglichkeiten
Milch- oder Fruchtzucker, Gluten – auf Dauer kann das die Schleimhaut belasten.
Stress
Stresshormone können die Darmschleimhaut aufquellen und durchlässiger werden lassen.
Antibiotika und Medikamente
Antibiotika und Schmerzmittel können Darmflora und Schleimhaut schwächen.
Reizdarm
Ein empfindlicher Darm und eine geschwächte Barriere treten oft gemeinsam auf.
Was vorher ärztlich abgeklärt sein sollte
Blut im Stuhl, Durchfall auch nachts, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder starke Schmerzen gehören zuerst in ärztliche Hände. Dahinter kann eine entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa stecken. Auch eine Zöliakie sollte ärztlich ausgeschlossen sein – am besten, bevor Sie Gluten weglassen, denn sonst kann der Test falsch ausfallen.
Viele, die zu mir kommen, haben Magen- und Darmspiegelung schon hinter sich – ohne Befund. Das ist beruhigend. Wie durchlässig die Darmschleimhaut ist und wie es um Ihre Darmflora steht, sieht man bei einer Spiegelung aber nicht.
Diagnostik: wie ich herausfinde, was bei Ihnen dahintersteckt
Welche Untersuchungen sinnvoll sind, ergibt sich aus dem Gespräch. Häufig gehört eine Stuhlanalyse dazu: Sie kann Werte zur Darmbarriere zeigen – etwa Zonulin – und dazu, wie es um Ihre Darmflora und die Bildung von Butyrat steht. Je nach Verdacht kommen Atemtests auf SIBO, Laktose oder Fruktose hinzu. Blutwerte lassen Sie bei Ihrem Hausarzt bestimmen; ob und welche das sind, besprechen wir im Termin, und gegebenenfalls bekommen Sie von mir eine Liste mit.
Ich arbeite vor allem mit zwei Fachlaboren zusammen: Ganzimmun und biovis.
Mikrobiomanalyse
Eine Untersuchung Ihres Stuhls. Sie kann zeigen, welche Bakterien in Ihrem Darm leben, wie vielfältig Ihre Darmflora ist, und Hinweise auf Verdauung und Darmschleimhaut geben.
Atemtests
Können Hinweise geben, zum Beispiel auf eine Fehlbesiedlung im Dünndarm (SIBO) oder eine Laktoseunverträglichkeit. Die Testsets bekommen Sie von mir.
Blutwerte
Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Entzündungswerte: abgenommen beim Hausarzt oder in einem Labor, ausgewertet von mir.
Ernährungstagebuch
Kann zeigen, was Sie essen und wie Ihr Bauch darauf reagiert; oft die erste Spur.
Wie ich bei Leaky Gut vorgehe
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache – deshalb steht sie erst nach den Befunden fest. Das Ziel ist, dass Ihr Darm wieder dicht hält und Sie wieder möglichst vielfältig essen können.
Die folgenden Schritte zeigen nur grob die Grundstruktur, als Beispiel. Wie Ihr Plan genau aussieht, ergibt sich immer einzeln aus Ihren Befunden.
- Entlasten: für eine Zeit weglassen, was die Schleimhaut belastet – je nach Befund zum Beispiel Weizen oder Alkohol.
- Die Ursache angehen: eine Fehlbesiedlung behandeln, die Verdauung unterstützen, Unverträglichkeiten klären – je nachdem, was bei Ihnen dahintersteckt.
- Schleimhaut stärken: mit Ernährung und gezielt ausgewählten Mitteln.
- Darmflora aufbauen: mit Ballaststoffen, die langsam gesteigert werden und die Butyratbildner füttern.
- Stabilisieren: damit der Darm auch dann ruhig bleibt, wenn Sie wieder vielfältig essen.
Meist ist es ein längerer Weg, der bis zu drei Monate oder gegebenenfalls auch länger dauern kann.
Was Sie selbst tun können
- Weizen für einige Wochen testweise weglassen und beobachten, was sich ändert – vorher eine Zöliakie ärztlich ausschließen lassen
- Hülsenfrüchte und Kartoffeln gut garen
- Olivenöl statt Sonnenblumen- oder Distelöl verwenden
- Alkohol reduzieren
- Schmerzmittel nicht dauerhaft auf eigene Faust nehmen, sondern ärztlich absprechen
- Ballaststoffe langsam steigern, damit der Bauch mitkommt
- Pausen gegen den Stress einplanen
- an den Mund denken: Zahnseide verwenden und auf chemische Mundspülungen verzichten – sie treffen vor allem die nützlichen Bakterien
Helfen diese Schritte nur kurz oder kommen Blähungen, Durchfall oder Schmerzen dazu, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
So läuft es bei mir ab
Schritt 0 — Vorgespräch, wenn Sie möchten
Kostenlos, 15 Minuten, am Telefon, per Video oder in der Praxis – um alle offenen Fragen zu klären, ob Sie bei mir richtig sind und ob mein Angebot zu Ihnen passt.
Schritt 1 — Erster Termin
Sie schildern mir Ihre Beschwerden in aller Ruhe und in ganzer Tiefe – Vorgeschichte, Ernährung, Alltag. In der Praxis oder per Video.
Schritt 2 — Untersuchungen
Die Tests, die bei Ihnen zur Klärung beitragen können. Die Testsets bekommen Sie im Termin oder per Post.
Schritt 3 — Auswertung und Plan
Sobald alle Unterlagen und Befunde vorliegen, werte ich sie aus und erstelle Ihren Plan. Meist sind das 2 bis 3 Stunden, manchmal mehr – das besprechen wir vorher. Ihren Plan bekommen Sie schriftlich als PDF: was die Befunde zeigen, welche Phase wann kommt und was Sie in welcher Reihenfolge nehmen.
Schritt 4 — Begleitung
Folgetermine, wenn sie sinnvoll sind, und Fragen zwischendurch per E-Mail. Reagiert Ihr Körper anders als erwartet, passe ich den Plan mit Ihnen an. Nach einigen Monaten kann eine erneute Mikrobiomanalyse zeigen, was sich verändert hat – der wichtigste Maßstab bleibt aber, wie es Ihnen geht.
Begleitung bei Leaky Gut – auch online
Die Begleitung bei Leaky Gut braucht keine Behandlung mit den Händen. Sie lebt vom Gespräch, von Ihren Befunden und von Ihrem Plan. Deshalb funktioniert sie per Video genauso wie in der Praxis: Testsets kommen per Post, das Labor schickt die Befunde an mich, Ihren Plan bekommen Sie als PDF.
Was die Begleitung kostet
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde – für den ersten Termin (etwa 1 Stunde), für Auswertung und Plan (meist 2 bis 3 Stunden) und für spätere Gespräche. Ich schaue dabei nicht auf die Minute. Das Vorgespräch ist kostenlos.
Die Tests rechnet das Labor direkt mit Ihnen ab: die Stuhlanalyse (Darmcheck bei Ganzimmun) etwa 240 €, ein Atemtest-Set je nach Test etwa 36 bis 60 € – den Atemtest gibt es auch kostenlos in einer gastroenterologischen Praxis. Für den Start heißt das meist etwa 600 bis 700 €.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen mein Honorar in der Regel nicht, private Versicherungen und Zusatzversicherungen teilweise, je nach Tarif.
Wer Sie begleitet
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Das sagen Patienten, die ich bei ihrer Darmgesundheit begleitet habe
Ich werde seit etwa sechs Monaten von Herrn Erb als Ernährungsberater begleitet. In dieser Zeit ist es mir gelungen, meine seit jeher bestehenden gastrointestinalen Probleme fast vollständig zu lösen. Neben seiner Professionalität und Kompetenz habe ich besonders seine Präsenz und seine Bereitschaft geschätzt, detailliert auf meine Fragen zu den von ihm erstellten Ernährungsplänen einzugehen.“ ★★★★★ — F. P., Google-Rezension (vor 7 Monaten)
Es handelt sich um individuelle Erfahrungsberichte. Behandlungsergebnisse sind nicht übertragbar
Häufige Fragen zu Leaky Gut
Was ist ein Leaky Gut?
Ein durchlässiger Darm: Die Darmschleimhaut hält nicht mehr so dicht, wie sie sollte, und es gelangen Stoffe ins Blut, die dort in dieser Menge nicht hingehören. Darauf kann das Immunsystem mit Entzündung, Unverträglichkeiten oder Allergien reagieren.
Wie stellt man einen Leaky Gut fest?
Mit einer Stuhlanalyse, die Werte zur Darmbarriere zeigen kann – etwa Zonulin – zusammen mit Ihren Beschwerden und Ihrer Vorgeschichte.
Hängt ein Leaky Gut mit Unverträglichkeiten zusammen?
Oft ja, und zwar in beide Richtungen: Unverträglichkeiten können die Schleimhaut belasten, und ein durchlässiger Darm kann dazu führen, dass Sie auf immer mehr Lebensmittel reagieren.
Was darf man bei Leaky Gut nicht essen?
Pauschal verboten ist nichts. Häufig hilft es, eine Zeit lang zu reduzieren, was die Darmschleimhaut belasten kann: Alkohol, viel Zucker und Fruchtzucker, stark verarbeitete Lebensmittel und – versuchsweise – Weizen beziehungsweise Gluten. Hülsenfrüchte und Kartoffeln lieber gut gegart. Auch Schmerzmittel wie Ibuprofen können die Schleimhaut belasten; verordnete Medikamente bitte nur ärztlich abgesprochen ändern. Was bei Ihnen dazugehört, zeigen am besten Tagebuch und Befund.
Muss ich für immer auf Gluten verzichten?
Nicht unbedingt. Weizen für eine Zeit wegzulassen, kann den Darm entlasten. Ob und wie viel Sie später wieder vertragen, zeigt sich im Verlauf. Eine Zöliakie sollte vorher ärztlich ausgeschlossen sein.
Ab wann sollte ich zum Arzt?
Bei Blut im Stuhl, Durchfall auch nachts, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber oder starken Schmerzen bitte zuerst ärztlich abklären lassen.
Geht das auch online?
Ja. Termine per Video funktionieren genauso wie in der Praxis, die Testsets bekommen Sie per Post.
Welche Symptome hat ein Leaky Gut?
Eindeutige Leaky-Gut-Symptome gibt es nicht. Häufig berichten Betroffene über Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen, über immer mehr Unverträglichkeiten, Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Hautprobleme oder Allergien. Weil all das auch andere Ursachen haben kann, braucht es Untersuchungen – etwa eine Stuhlanalyse mit Werten zur Darmbarriere.
Ihr Termin bei Leaky Gut
Buchen Sie Ihren Termin direkt online – in meiner Praxis im Kollwitzkiez oder per Video. Sie möchten vorher klären, ob ich Ihnen helfen kann? Dann rufen Sie mich für ein kostenloses Vorgespräch von 15 Minuten an.