Die Schmerzattacken kommen immer wieder – mit pochendem Schmerz, Übelkeit, Rückzug ins dunkle Zimmer. Medikamente helfen im Akutfall, aber an der Häufigkeit ändert sich wenig. Viele möchten irgendwann verstehen, was ihre Attacken begünstigt.
Genau das suche ich mit Ihnen – im Gespräch, über ein Kopfschmerztagebuch und Laborwerte, gegebenenfalls auch über ein Ernährungstagebuch und eine Darmsanierung. Daraus kann ein Plan entstehen, der zu Ihrem Alltag passt. Die neurologische Abklärung und Behandlung ergänze ich, ersetze sie aber nicht.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.
Das Akutmittel wirkt, aber die nächste Attacke kommt bestimmt – und die Abstände werden eher kürzer als länger.
Die Attacken häufen sich vor oder während der Periode – oder haben sich mit den Wechseljahren verändert.
Übelkeit, Darmbeschwerden oder Lebensmittel, die nicht vertragen werden, gehören bei Ihnen mit dazu.
Zu wenig getrunken, zu kurz oder zu lang geschlafen, eine Mahlzeit ausgelassen, ein stressiger Tag – und schon kündigt sich die nächste Attacke an.
Flimmern, Zickzacklinien, verschwommenes Sehen oder ein Ausfall im Gesichtsfeld – manchmal mit, manchmal fast ohne Kopfschmerz.
Nicht jeder starke Kopfschmerz ist Migräne – und oft liegen mehrere Arten übereinander:
Deshalb steht am Anfang häufig ein Kopfschmerztagebuch, das diese Arten auseinanderhält – mit Medikamenten, Schlaf und bei Frauen dem Zyklustag. Es zeigt Muster, die man aus der Erinnerung oft nicht sieht.
Mein Migränetagebuch (PDF) hält genau das fest – kostenlos, am Computer ausfüllbar oder zum Ausdrucken.
Oft spielt Stress eine zentrale Rolle. Viel Druck, wenig Pausen, zu kurze Nächte – und manchmal kommt die Attacke gerade dann, wenn die Anspannung nachlässt, etwa am Wochenende oder im Urlaub. Dauerstress kann zudem den Botenstoff Serotonin aufbrauchen, der bei Migräne eine Rolle spielt. Stress verändert dazu den Alltag: unregelmäßiges Essen, weniger Bewegung, schlechterer Schlaf. Das kann sich gegenseitig verstärken.
Weitere Faktoren, die mitspielen können:
Meist kommen mehrere Dinge zusammen. Deshalb schaue ich nicht nur auf die Attacke, sondern auf die Kette dahinter.
Darm und Gehirn stehen in ständigem Austausch – über Nerven, Botenstoffe und das Immunsystem. Menschen mit Migräne haben auffallend häufig auch Darmbeschwerden, etwa einen Reizdarm.
Eine Rolle spielen kann zum Beispiel Histamin: Der Körper baut es bei manchen Menschen schlechter ab, und Histamin kann Kopfschmerzen und Migräne begünstigen. Auch ein gestörtes Gleichgewicht der Darmflora (Dysbiose) kann über stille Entzündungen mitwirken.
Gehören bei Ihnen Bauch und Kopf zusammen, kann eine Mikrobiomanalyse sinnvoll sein.
Bei etwa jeder sechsten Migräneattacke kommt es vorher oder zu Beginn zu einer sogenannten Aura – meist mit Sehstörungen: Flimmern, Zickzacklinien, ein flackernder Fleck oder ein Ausfall im Gesichtsfeld. Das dauert oft etwa 20 Minuten und bildet sich wieder zurück. Man spricht dann auch von einer Augenmigräne. Bei manchen Menschen zeigt sich die Migräne vor allem über das Sehen, der Kopfschmerz ist schwach oder bleibt ganz aus. Andere spüren einen Druck oder Schmerz hinter dem Auge, ohne dass eine Aura vorausgeht.
Sehstörungen sind meist harmlos – sie können zum Beispiel auch von Müdigkeit kommen, wenn die Augenmuskeln nachlassen. Sie können aber auch andere Ursachen haben, etwa Durchblutungsstörungen im Gehirn, Augenerkrankungen wie einen grünen Star (Glaukom) oder Netzhautprobleme oder neurologische Erkrankungen. Deshalb gehören neue oder veränderte Sehstörungen augenärztlich oder neurologisch abgeklärt.
Umgehend ärztlich abklären lassen: wenn das Gesichtsfeld eingeschränkt ist, die Sehstörung nur ein Auge betrifft oder sie zusammen mit Kopfschmerzen neu auftritt.
Am Anfang steht das Gespräch: Ich nehme mir Zeit, höre zu und frage nach Ihren Attacken, Ihrem Alltag, Ihrem Stress, Ihrem Schlaf und Ihrem Essen. Vorhandene Befunde bringen Sie mit.
Danach kann es weitergehen mit einem Kopfschmerz- und Ernährungstagebuch, Blutwerten über Ihre Hausarztpraxis – etwa zu Mikronährstoffen, je nach Fall auch zu Hormonen –, einem Speicheltest für die Stresshormone, den Sie zu Hause machen, und, wenn der Bauch mitspielt, einer Mikrobiomanalyse.
Ich nehme selbst kein Blut ab. Die Befunde werte ich aus und ordne sie zusammen mit Ihren Tagebüchern ein. Das Migränetagebuch und das Ernährungs- und Beschwerdetagebuch können Sie vorab kostenlos herunterladen.
Eine Migräne sollte neurologisch abgeklärt sein. Akutmedikamente und eine medikamentöse Vorbeugung gehören in ärztliche Hand – bitte ändern oder setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab.
Ich begleite Sie ergänzend – und schaue dabei oft dorthin, wofür in der Praxis die Zeit fehlt: Wie sieht Ihr Alltag aus? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf, Essen und Hormone, und spielt vielleicht der Darm mit?
Sofort ärztlich abklären oder den Notruf wählen: plötzlicher, stärkster Kopfschmerz, Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen, Fieber mit Nackensteife, Kopfschmerz erstmals nach dem 50. Lebensjahr oder Attacken, die sich deutlich verändert haben.
Viele wissen, dass regelmäßiger Schlaf, feste Mahlzeiten und weniger Stress guttun würden. Das Problem ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung – im vollen Alltag, mit Familie, Arbeit und alten Gewohnheiten.
Genau da setze ich an: mit einer gründlichen Analyse, damit klar wird, wo bei Ihnen die wichtigsten Hebel liegen; mit einem Plan, der in Ihr Leben passt; wenn sinnvoll mit gezielten, zeitlich begrenzten Präparaten; und mit Begleitung. Ich höre zu, wenn es hakt, und der Plan kann angepasst werden.
Liegt das Hindernis vor allem bei Stress oder den Lebensumständen, kann zusätzlich Coaching helfen – damit Veränderungen nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden können.
Der Ablauf ist ein Rahmen – je nach Ihrer Situation kann er sich verändern oder anders zusammensetzen.
Die Begleitung läuft über Gespräche, Ihre Tagebücher, Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; Blutwerte lassen Sie in Ihrer Hausarztpraxis vor Ort bestimmen. So läuft die Begleitung online ab.
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Der erste Termin dauert etwa eine Stunde, Auswertung und Plan je nach Umfang meist zwei bis drei Stunden.
Die Blutwerte rechnet Ihre Hausarztpraxis oder das Labor ab; manche Werte können Kassenleistung sein, andere Selbstzahlerleistung.
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Ein Heilpraktiker ersetzt nicht die neurologische Behandlung, kann sie aber ergänzen: mit Zeit für die Suche nach dem, was Attacken begünstigt – Stress, Rhythmus, Ernährung, Hormone, Darm. Ob und wie stark sich die Attacken verändern, ist unterschiedlich und lässt sich nicht versprechen.
Diskutiert werden vor allem Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin), Coenzym Q10 und Vitamin D. Ob bei Ihnen ein Mangel vorliegt, lässt sich über Blutwerte klären – statt auf Verdacht viele Präparate zu nehmen.
Magnesium wird zur Vorbeugung häufig eingesetzt, besonders wenn ein Mangel besteht. Es ist kein Akutmittel. Welche Form und Menge sinnvoll ist und ob es zu Ihren übrigen Medikamenten passt, bespreche ich mit Ihnen nach der Auswertung.
Bei vielen Frauen spielt der Abfall des Östrogens eine Rolle – etwa kurz vor oder zu Beginn der Periode, beim Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren. Ein Kopfschmerztagebuch mit Zyklustag – etwa mein Migränetagebuch – zeigt, ob Ihre Attacken daran gebunden sind.
So nennt man wiederkehrende Bauchschmerzattacken mit Übelkeit, oft ohne Kopfschmerz. Sie kommt vor allem bei Kindern vor, die später häufig eine Migräne entwickeln. Bauchschmerzen sollten aber immer zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Eine Faustregel gegen Kopfschmerz durch zu häufige Medikamente: an höchstens zehn Tagen im Monat Schmerz- oder Migränemittel nehmen, an mindestens zwanzig Tagen nicht. Wird die Grenze regelmäßig überschritten, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Bei Migräne mit starker Beteiligung von Nacken, Kiefer oder Haltung kann Osteopathie eine Ergänzung sein. Ich biete sie in einer eigenen Praxis an – mehr dazu auf osteopathie-berlin-erb.de.
Typisch ist ein pochender, oft einseitiger Kopfschmerz, der 4 bis 72 Stunden dauern kann und bei Bewegung schlimmer wird – häufig mit Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. Etwa die Hälfte spürt schon Stunden bis zwei Tage vorher Vorboten, etwa Heißhunger oder Stimmungsschwankungen. Bei manchen kommt vorher eine Aura mit Sehstörungen. Ein plötzlicher, nie gekannter Kopfschmerz gehört sofort in ärztliche Hand.
Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder rufen Sie an: In 15 Minuten lässt sich kostenlos klären, ob ich Sie begleiten kann.