Heißhunger auf Süßes, nach dem Essen müde, der Bauch wird runder – und obwohl Sie sich Mühe geben, bewegt sich die Waage kaum. Dahinter kann eine Insulinresistenz stecken: Ihre Zellen reagieren schwächer auf Insulin, und der Körper hält leichter an seinen Reserven fest.
Ich suche mit Ihnen nach den Ursachen – im Gespräch, über Ihr Ernährungstagebuch, Blutwerte und, wenn sinnvoll, Ihre Stresshormone – und erstelle einen Plan, der in Ihren Alltag passt. Ist bereits ein Diabetes Typ 2 bekannt, begleite ich Sie ergänzend zur ärztlichen Behandlung.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.
Kurz nach dem Essen schon wieder Hunger, oft auf Süßes – oder das bekannte Tief nach dem Mittagessen.
Das Gewicht sammelt sich vor allem am Bauch, und Abnehmen klappt trotz Mühe kaum.
Erhöhter Nüchternzucker, erhöhte Blutfette oder Leberwerte – manchmal ganz ohne große Beschwerden.
Insulin ist das Hormon, das den Zucker aus dem Blut in die Zellen bringt. Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen – vor allem in Muskeln, Leber und Fettgewebe – schwächer darauf. Die Bauchspeicheldrüse gleicht das aus, indem sie mehr Insulin ausschüttet. Der Blutzucker kann deshalb lange normal bleiben, während der Insulinspiegel schon erhöht ist.
So bleibt eine Insulinresistenz oft jahrelang unbemerkt. Sie gilt als häufige Vorstufe des Diabetes Typ 2 und hängt eng mit Bauchfett, erhöhten Blutfetten, Bluthochdruck und Fettleber zusammen – zusammen spricht man vom metabolischen Syndrom.
Insulin ist auch ein Speicherhormon: Solange viel davon im Blut ist, kommt der Körper schlechter an seine Fettreserven. Gleichzeitig kann der Blutzucker nach dem Essen schneller wieder fallen – der Hunger meldet sich früher, oft mit Lust auf Süßes.
Wer dann einfach weniger isst, kämpft häufig gegen Hunger und Müdigkeit an. Viele Diäten scheitern genau hier – nicht am Willen. Hilfreicher kann es sein, an den Stellschrauben zu drehen, die die Insulinwirkung beeinflussen: was und wann Sie essen, Bewegung, Schlaf und Stress.
Oft beginnt es im Alltag – mit Stress. Viel Arbeit, wenig Pausen, zu kurze Nächte: Dauerstress hält Stresshormone wie Cortisol hoch. Cortisol stellt dem Körper Energie bereit – dafür werden Muskel- und Fettzellen unempfindlicher für Insulin, und es fördert das Bauchfett. Früher half das bei Kampf oder Flucht; im Büro bleibt die Energie im Blut. Dazu kommt, was Stress mit unserem Verhalten macht: Man isst schneller, süßer und nebenbei, als Ausgleich oder Belohnung, bewegt sich weniger und schläft schlechter. Das eine verstärkt das andere – ein Kreislauf, der eine Insulinresistenz fördern kann.
Weitere Faktoren, die mitspielen können:
Meist kommen mehrere Dinge zusammen. Deshalb schaue ich nicht nur auf ein einzelnes Symptom, sondern auf die Kette dahinter.
Am Anfang steht das Gespräch: Ich nehme mir Zeit, höre zu und frage nach Ihrem Alltag, Ihrem Stress, Ihrem Schlaf und Ihrem Essen. Daraus ergibt sich, welche Untersuchungen sinnvoll sind.
Der Nüchternzucker allein reicht oft nicht, weil er lange normal sein kann. Aussagekräftiger ist es, Nüchternzucker und Nüchterninsulin zusammen zu messen; daraus lässt sich der sogenannte HOMA-Index berechnen. Je nach Fall können auch die Leberwerte, die Schilddrüse, die Sexualhormone und die Stresshormone wichtig sein – Letztere zum Beispiel über einen Speicheltest, den Sie zu Hause machen. Spielt der Darm mit, kann eine Mikrobiomanalyse dazukommen.
Ich nehme selbst kein Blut ab. Die Blutabnahme erfolgt in Ihrer Hausarztpraxis oder über ein Labor; die Befunde werte ich aus und ordne sie zusammen mit Ihren Beschwerden und Ihrem Ernährungstagebuch ein. Mein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch (PDF) können Sie vorab kostenlos herunterladen.
Ein Diabetes Typ 2 gehört in ärztliche Behandlung, ebenso Medikamente wie Metformin oder die sogenannte Abnehmspritze. Daran ändere ich nichts.
Ich begleite Sie ergänzend – und schaue dabei oft dorthin, wofür in der Hausarztpraxis die Zeit fehlt: Wie geht es Ihnen im Alltag? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf und Essgewohnheiten? Wie stehen Leber, Hormone und Stresshormone, und spielt vielleicht der Darm mit? Daraus kann ein Plan entstehen, der über „weniger Zucker, mehr Bewegung“ hinausgeht.
Verändern sich durch den Plan Ihre Werte, sprechen Sie das bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab, damit Medikamente gegebenenfalls angepasst werden können.
Zeitnah ärztlich abklären: starker Durst, häufiges Wasserlassen, ungewollter Gewichtsverlust oder Sehstörungen.
Die meisten wissen ziemlich genau, wie gesunde Ernährung aussieht. Das Problem ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung – im vollen Alltag, unter Stress, mit alten Gewohnheiten.
Erste praktische Schritte für den Alltag – ohne Verbotsliste – finden Sie in meinem Beitrag Beginnende Insulinresistenz: was tun?
Genau da setze ich an: mit einer gründlichen Analyse, damit klar wird, wo bei Ihnen die wichtigsten Hebel liegen; mit einem Plan, der in Ihr Leben passt; wenn sinnvoll mit gezielten, zeitlich begrenzten Präparaten; und mit Begleitung. Ich höre zu, wenn es hakt, und der Plan kann angepasst werden.
Liegt das Hindernis vor allem bei Stress, Gewohnheiten oder den Lebensumständen, kann zusätzlich Coaching helfen – damit Veränderungen nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden können.
Die Begleitung läuft über Gespräche, Ihre Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; die Blutwerte lassen Sie in Ihrer Hausarztpraxis vor Ort bestimmen. So läuft die Begleitung online ab.
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Der erste Termin dauert etwa eine Stunde, Auswertung und Plan je nach Umfang meist zwei bis drei Stunden.
Die Blutwerte rechnet Ihre Hausarztpraxis oder das Labor ab; manche Werte können Kassenleistung sein, andere Selbstzahlerleistung.
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Sie kann sich deutlich bessern – vor allem, wenn Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress zusammenspielen. Wie weit das gelingt, ist von Mensch zu Mensch verschieden; versprechen lässt es sich nicht. Ihre Blutwerte im Verlauf zeigen, ob sich etwas bewegt.
Manche merken schon nach einigen Wochen, dass Heißhunger und Müdigkeit nach dem Essen nachlassen. Bis sich Blutwerte und Gewicht verändern, dauert es in der Regel länger – oft einige Monate.
Ein festes Abendessen für alle gibt es nicht. Häufig hilft eine Mahlzeit mit Eiweiß, Gemüse und gesunden Fetten und eher wenig schnell verfügbaren Kohlenhydraten – mit genug Abstand bis zum Schlafengehen. Was bei Ihnen passt, kann Ihr Ernährungstagebuch zeigen.
Selbsttests aus Drogerie oder Internet können Hinweise geben, ersetzen aber keine Blutwerte. Aussagekräftig ist vor allem die Kombination aus Nüchternzucker und Nüchterninsulin, die Ihre Hausarztpraxis bestimmen kann.
Ob ein solches Medikament für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Unabhängig davon bleiben Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress die Grundlage – mit oder ohne Medikament. Dabei kann ich Sie begleiten.
Das kann sein. Mit den Wechseljahren verändern sich die Hormone, und viele Frauen bemerken, dass sich das Gewicht stärker am Bauch sammelt und der Zuckerstoffwechsel empfindlicher wird. Ob das bei Ihnen eine Rolle spielt, lässt sich im Gespräch und über Ihre Werte klären. Mehr dazu auf meiner Seite Wechseljahre.
Das ist möglich, oft aber mühsamer. Eine Unterfunktion kann den Stoffwechsel bremsen und hängt nicht selten mit einer Insulinresistenz zusammen. Wichtig ist, dass die Schilddrüse ärztlich gut eingestellt ist – dann kann man an den anderen Stellschrauben ansetzen.
Oft lange keine eindeutigen. Hinweise können sein: Lust auf Süßes, schneller Hunger und Müdigkeit nach dem Essen, Hunger in der Nacht und Gewicht, das sich am Bauch sammelt. Manchmal zeigen sich dunkle, samtige Hautstellen am Nacken oder in den Achseln, kleine Hautanhängsel oder Unreinheiten. Gewissheit geben erst Blutwerte wie Nüchternzucker und Nüchterninsulin.
Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder rufen Sie an: In 15 Minuten lässt sich kostenlos klären, ob ich Sie begleiten kann.