PCOS und Hormone – Heilpraktiker in Berlin und online

Harald Erb empfängt lächelnd eine Patientin an der Praxistür in Berlin Prenzlauer Berg

Der Zyklus ist unregelmäßig oder bleibt aus, die Haut spielt verrückt, die Haare werden am Kopf dünner und wachsen dort, wo sie nicht sollen – und das Gewicht sammelt sich am Bauch. Oder es sind die Tage vor der Periode, die Wechseljahre, der unruhige Schlaf. Viele Frauen haben irgendwann das Gefühl: Mit meinen Hormonen stimmt etwas nicht.

Hormone hängen mit vielem zusammen – mit Blutzucker, Leber, Schilddrüse, Darm, Nährstoffen, Stress und Schlaf. Deshalb schaue ich bei PCOS und Hormonbeschwerden in der Regel recht breit hin: im Gespräch, über ein Zyklustagebuch, eine umfassende Labordiagnostik und gegebenenfalls über Stresshormone und Darm. Daraus kann ein Plan entstehen, der zu Ihrem Alltag passt. Die gynäkologische Betreuung ergänze ich, ersetze sie aber nicht.

In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Hormone wirken auf fast alles im Körper. Häufig ist zu hören:

Zyklus unregelmäßig oder bleibt aus

Die Abstände sind lang und unberechenbar, manchmal bleibt die Periode ganz aus.

Haut und Haare verändern sich

Unreine Haut auch als Erwachsene, mehr Haare im Gesicht oder am Körper, dünneres Haar am Kopf.

Abnehmen klappt nicht

Das Gewicht sammelt sich am Bauch, und trotz Mühe bewegt sich die Waage kaum.

Vor der Periode aus dem Gleichgewicht

Gereizt, traurig, Brustspannen, Wassereinlagerungen – jeden Monat wieder.

Wechseljahre: Schlaf, Stimmung, Gewicht

Hitzewallungen, unruhige Nächte, Stimmungsschwankungen und ein Gewicht, das sich verändert.

Was ist PCOS?

PCOS – das polyzystische Ovarsyndrom – ist eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen. Typisch sind ein unregelmäßiger Zyklus, Zeichen erhöhter männlicher Hormone wie Akne oder vermehrte Behaarung und im Ultraschall viele kleine Bläschen an den Eierstöcken. Für die Diagnose reichen meist zwei dieser drei Merkmale – nicht jede Frau mit PCOS hat also „Zysten“.

PCOS beginnt oft schon in jungen Jahren und tritt in Familien gehäuft auf. Es betrifft keineswegs nur Frauen mit Übergewicht – auch schlanke Frauen können PCOS haben. Die Diagnose stellt die Frauenärztin oder der Frauenarzt.

PCOS und Insulin

Bei etwa der Hälfte der Frauen mit PCOS spielt eine Insulinresistenz mit – auch bei manchen schlanken Frauen. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann die Eierstöcke anregen, mehr männliche Hormone zu bilden. Diese können wiederum die Reifung der Eizellen stören – ein Kreislauf, der den Zyklus durcheinanderbringen kann.

Deshalb lohnt es sich bei PCOS fast immer, auch auf den Blutzucker zu schauen. Hier liegt oft einer der wichtigsten Hebel, die Sie selbst beeinflussen können: Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress. Erste praktische Schritte für den Alltag finden Sie in meinem Beitrag Beginnende Insulinresistenz: was tun?

Hormone im Ungleichgewicht

Auch ohne PCOS können die Hormone aus dem Takt geraten. Häufig geht es um das Verhältnis von Östrogen und Progesteron:

  • Östrogendominanz: Östrogen überwiegt im Verhältnis zu Progesteron – etwa weil Bauchfett vermehrt Östrogen bildet, ein hoher Insulinspiegel das verstärkt oder die Leber Östrogen langsamer abbaut. Typisch können Brustspannen, Wassereinlagerungen, starke oder schmerzhafte Blutungen und Stimmungsschwankungen vor der Periode sein.
  • Progesteronmangel: Progesteron wirkt beruhigend und schlaffördernd. Fehlt es, etwa in der zweiten Zyklushälfte oder in den Wechseljahren, können Unruhe und Schlafprobleme zunehmen.
  • Vor der Periode und in den Wechseljahren: Neben den Hormonen spielen auch Botenstoffe im Gehirn wie Serotonin eine Rolle – deshalb verändern sich oft Stimmung, Appetit und Schlaf mit.

Was mitspielen kann

Oft spielt Stress eine zentrale Rolle. Dauerstress hält das Stresshormon Cortisol hoch – das kann den Zyklus stören, bis hin zum Ausbleiben der Periode, und den Blutzucker nach oben treiben. Dazu verändert Stress den Alltag: unregelmäßig essen, weniger bewegen, schlechter schlafen.

Weitere Faktoren, die mitspielen können:

  • Blutzucker und Bauchfett: Insulin und Fettgewebe beeinflussen die Hormone direkt.
  • Leber: Sie baut Hormone ab; eine belastete Leber kann das verlangsamen (Fettleber und Cholesterin).
  • Schilddrüse: Eine Unter- oder Überfunktion kann den Zyklus durcheinanderbringen (Schilddrüse und Hashimoto).
  • Darm: Ein Teil des Östrogens wird über den Darm ausgeschieden; ein gestörtes Gleichgewicht der Darmflora kann das beeinflussen (Dysbiose).
  • Nährstoffe und Schlaf: Ein Mangel oder dauerhaft zu wenig Schlaf können das Gleichgewicht zusätzlich belasten.
  • Sport und Gewicht: Sehr viel Sport oder starkes Untergewicht können den Zyklus ebenfalls stören – ebenso das Absetzen der Pille.

PCOS und Hormone sind damit ein sehr vernetztes Thema: Vieles kann sich auswirken – es muss nicht, tut es aber oft, und meist wirken mehrere Dinge zusammen. Deshalb schaue ich nicht nur auf einen Wert, sondern auf die Kette dahinter.

Wie man genauer hinschaut

Am Anfang steht das Gespräch: Ich nehme mir Zeit, höre zu und frage nach Ihrem Zyklus, Ihren Beschwerden, Ihrem Alltag, Ihrem Stress und Ihrem Schlaf. Ein Zyklustagebuch über ein, zwei Monate kann dabei viel zeigen.

Weil so vieles zusammenspielt, reicht es für eine gute Analyse in der Regel nicht, nur einen oder zwei Werte anzuschauen. Je nach Beschwerden kann eine recht umfassende Labordiagnostik sinnvoll sein:

  • die Sexualhormone – weibliche und männliche Hormone und das Eiweiß, das sie im Blut bindet, bestimmt zum passenden Zeitpunkt im Zyklus, denn Hormonwerte schwanken im Laufe des Zyklus stark;
  • Blutzucker und Insulin, zum Beispiel über den HOMA-Index;
  • die Schilddrüse, gerade wenn auch das Gewicht ein Thema ist;
  • Blutfette und Leber;
  • den Eisenstoffwechsel, vor allem bei Haut- und Haarproblemen;
  • je nach Fall Nährstoffe, die Stresshormone über einen Speicheltest, den Sie zu Hause machen, oder eine Mikrobiomanalyse.

Hausarztpraxen übernehmen davon oft nur einen Teil, Frauenarztpraxen manchmal mehr. Gerade wenn es darum geht, Zusammenhänge zu erkennen, die ärztlich nicht als nötig angesehen werden, kann es sein, dass Sie einige Werte selbst bezahlen. Was davon sinnvoll ist, bespreche ich mit Ihnen – manches ergibt sich allerdings erst nach dem ersten Termin oder im Laufe der Begleitung. Wichtig ist nur zu wissen: Einige Blutwerte müssen Sie unter Umständen selbst bezahlen.

Ich nehme selbst kein Blut ab. Die Blutabnahme erfolgt in Ihrer Frauenarzt- oder Hausarztpraxis oder über ein Labor; die Befunde werte ich aus und ordne sie zusammen mit Ihren Beschwerden ein.

Was ärztlich bleibt

Die Diagnose PCOS, die Pille, eine Hormonbehandlung und alles rund um den Kinderwunsch gehören in gynäkologische Hand. Verordnete Medikamente bitte nicht eigenmächtig ändern oder absetzen.

Ich begleite Sie ergänzend – und schaue dabei oft dorthin, wofür in der Praxis die Zeit fehlt: Wie geht es Ihnen im Alltag? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf, Essen, Blutzucker und Darm?

Zeitnah frauenärztlich abklären: wenn die Periode länger als drei Monate ausbleibt, bei sehr starken oder ungewöhnlichen Blutungen oder wenn die Behaarung rasch zunimmt.

Woran es oft scheitert: an der Umsetzung

Viele wissen, dass Ernährung, Bewegung, Schlaf und weniger Stress den Hormonen guttun würden. Das Problem ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung – im vollen Alltag und gerade dann, wenn die Hormone selbst Stimmung und Energie drücken.

Genau da setze ich an: mit einer gründlichen Analyse, damit klar wird, wo bei Ihnen die wichtigsten Hebel liegen; mit einem Plan in machbaren Schritten; wenn sinnvoll mit gezielten, zeitlich begrenzten Präparaten; und mit Begleitung. Ich höre zu, wenn es hakt, und der Plan kann angepasst werden.

Liegt das Hindernis vor allem bei Stress oder den Lebensumständen, kann zusätzlich Coaching helfen – damit Veränderungen nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden können.

Patientin im Gespräch mit Heilpraktiker Harald Erb – Ablauf der Begleitung bei Insulinresistenz

So gehe ich bei PCOS und Hormonen in der Regel vor

Der Ablauf ist ein Rahmen – je nach Ihrer Situation kann er sich verändern oder anders zusammensetzen.

  1. Kostenloses Vorgespräch, bei Bedarf – 15 Minuten am Telefon oder per Video, um zu klären, ob ich Ihnen weiterhelfen kann.
  2. Erster Termin – Ihr Zyklus, Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte, Ihre Befunde und Ihr Alltag mit Stress, Schlaf und Essen.
  3. Untersuchungen – in der Regel ein Zyklustagebuch und eine umfassendere Labordiagnostik über Ihre Frauenarzt- oder Hausarztpraxis oder ein Labor – Hormone zum passenden Zeitpunkt im Zyklus, Blutzucker, Schilddrüse, Blutfette und je nach Fall der Eisenstoffwechsel; je nach Fall ein Speicheltest für die Stresshormone, ein Ernährungstagebuch oder eine Mikrobiomanalyse.
  4. Auswertung und Plan – schriftlich und meist in Phasen: Blutzucker, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress können darin eine Rolle spielen; wenn sinnvoll gezielte Präparate, zeitlich begrenzt; bei Bedarf Coaching. Ein Ernährungsplan enthält Hinweise, die auf Sie zugeschnitten sind, und meist ein bis drei Beispieltage.
  5. Begleitung – an vereinbarten Punkten melden Sie sich; Ihr Befinden und Kontrollwerte können zeigen, ob sich etwas bewegt, und der Plan kann angepasst werden.

Begleitung bei PCOS und Hormonen – auch online

Die Begleitung läuft über Gespräche, Ihre Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; Blutwerte lassen Sie in Ihrer Hausarztpraxis vor Ort bestimmen. So läuft die Begleitung online ab.

Was die Begleitung kostet

Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Der erste Termin dauert etwa eine Stunde, Auswertung und Plan je nach Umfang meist zwei bis drei Stunden.

Die Laborwerte rechnet die Arztpraxis oder das Labor direkt mit Ihnen ab. Bei PCOS und Hormonen kann die Labordiagnostik umfangreicher sein; manche Werte sind Kassenleistung, andere zahlen Sie selbst. Welche Werte nötig sind, ergibt sich teils erst im Verlauf; ich bespreche das jeweils mit Ihnen.

→ Alle Kosten im Überblick

Wer Sie begleitet

Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.

Heilpraktiker Harald Erb im Erstgespräch zur Darmsanierung mit einer Patientin, Praxis im Kollwitzkiez, Berlin Prenzlauer Berg

Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.

Häufige Fragen zu PCOS und Hormonen

Diskutiert werden vor allem Vitamin D, außerdem Magnesium, Zink und B-Vitamine. Ob bei Ihnen tatsächlich ein Mangel vorliegt, lässt sich über Blutwerte klären – statt auf Verdacht viele Präparate zu nehmen.

Inositol wird bei PCOS häufig eingesetzt, weil es die Insulinwirkung unterstützen kann. Ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist, in welcher Form und Menge, bespreche ich mit Ihnen nach der Auswertung – und bei Kinderwunsch in Abstimmung mit Ihrer Frauenarztpraxis.

Hormone bestimmen lassen ja: Ich bespreche mit Ihnen, welche Werte sinnvoll sind, die Abnahme erfolgt in einer Arztpraxis oder über ein Labor, und ich werte die Befunde aus. Verschreibungspflichtige Hormone darf ein Heilpraktiker nicht verordnen – das bleibt ärztlich.

Das hängt stark davon ab, welche Werte bestimmt werden. Manche sind Kassenleistung, andere zahlen Sie selbst; das Labor oder die Arztpraxis rechnet sie direkt mit Ihnen ab. Meine Auswertung rechne ich nach Zeit ab.

Häufig genannt werden Brustspannen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit vor der Periode, starke oder schmerzhafte Blutungen und Gewicht an Hüften und Bauch. Diese Zeichen sind nicht eindeutig – erst Zyklus und Werte ergeben ein Bild.

In den Wechseljahren sinkt meist zuerst das Progesteron. Unruhe und Schlafprobleme können die Folge sein. Neben einer möglichen ärztlichen Hormonbehandlung können Schlafrhythmus, Stressabbau, Bewegung und Ernährung viel ausmachen. Mehr dazu auf meiner Seite Wechseljahre.

Viele Frauen mit PCOS werden schwanger – manchmal von selbst, manchmal mit ärztlicher Unterstützung. Ein ausgeglichener Blutzucker und ein gesünderer Alltag können den Zyklus unterstützen. Die Kinderwunschbehandlung selbst gehört in frauenärztliche Hand.

Ihr Termin bei PCOS und Hormonen

Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder rufen Sie an: In 15 Minuten lässt sich kostenlos klären, ob ich Sie begleiten kann.

Heller Behandlungsraum mit Liege und Pflanzen in der Heilpraxis Harald Erb, Berlin Prenzlauer Berg