Sie schlafen eigentlich genug und sind trotzdem ständig müde. Morgens kommen Sie schwer in Gang, am Nachmittag geht nichts mehr, und abends sind Sie zu erschöpft für das, was Ihnen guttun würde. Beim Arzt heißt es: „Ihre Blutwerte sind in Ordnung.“
Müdigkeit hat fast immer mehrere Ursachen, die zusammenwirken. Ich suche mit Ihnen danach – im Gespräch, über Ihre Laborwerte und gegebenenfalls über Stresshormone, Nährstoffe und Darm. Daraus kann ein Plan entstehen, der zu Ihrem Alltag passt. Die ärztliche Abklärung ergänze ich, ersetze sie aber nicht.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.
Acht Stunden im Bett – und trotzdem wachen Sie auf, als hätten Sie kaum geschlafen. Woran das liegen kann, lesen Sie in meinem Beitrag Müde trotz ausreichend Schlaf: woran es liegen kann.
Die üblichen Untersuchungen sind unauffällig, aber die Energie fehlt seit Wochen oder Monaten.
Nach einer langen, belastenden Zeit kommen Sie nicht mehr richtig auf die Beine.
Kurz nach den Mahlzeiten fallen Ihnen fast die Augen zu.
Der Infekt ist längst vorbei, aber die Kraft kommt nicht zurück.
Die Art der Müdigkeit kann Hinweise geben, wo man genauer hinschauen sollte:
Diese Muster sind Hinweise, keine Diagnose, und oft mischen sie sich. Deshalb frage ich im Gespräch genau nach, wann und wie sich Ihre Müdigkeit zeigt.
Oft spielt Stress eine zentrale Rolle. Unter Dauerstress läuft die Stressachse zunächst auf Hochtouren. Hält die Belastung lange an, kann sie erschöpfen: Das Stresshormon Cortisol gerät aus seinem Tagesrhythmus, man fühlt sich leer, vergesslich und schläft schlecht. Dazu verändert Stress den Alltag – unregelmäßig essen, weniger bewegen, schlechter schlafen. Das kann sich gegenseitig verstärken.
Weitere Faktoren, die mitspielen können:
Meist kommen mehrere Dinge zusammen. Deshalb schaue ich nicht nur auf einen Wert, sondern auf die Kette dahinter. Wie Stress auf den Bauch schlagen kann, lesen Sie in meinem Beitrag Stress und Verdauung: warum der Bauch mitleidet.
Eisen braucht der Körper, um Sauerstoff zu transportieren und Energie zu gewinnen. Ein Mangel ist eine der häufigsten Ursachen für Müdigkeit – besonders bei Frauen mit starker Periode, in der Schwangerschaft, bei vegetarischer oder veganer Ernährung oder wenn der Darm Eisen schlechter aufnimmt.
Die Speicher können schon leer sein, bevor sich das Blutbild verändert. Aussagekräftig ist deshalb vor allem der Ferritin-Wert, der die Eisenspeicher zeigt. Bevor Eisen ergänzt wird, lohnt sich die Frage, warum der Speicher leer ist – sonst ist er bald wieder leer.
Am Anfang steht das Gespräch: Ich nehme mir Zeit, höre zu und frage, wann Ihre Müdigkeit begonnen hat, wie sie sich über den Tag verteilt und was in Ihrem Leben gerade los ist – Stress, Schlaf, Essen, Bewegung. Vorhandene Befunde bringen Sie mit.
„Blutwerte in Ordnung“ heißt nicht, dass nichts da ist. Oft wurde nur ein kleiner Teil untersucht. Je nach Fall können Nährstoffe, die Schilddrüse oder ein Speicheltest sinnvoll sein, der die Stresshormone über den Tag zeigt und den Sie zu Hause machen. Spielt der Darm mit, kann eine Mikrobiomanalyse dazukommen.
Ich nehme selbst kein Blut ab. Die Blutabnahme erfolgt in Ihrer Hausarztpraxis oder über ein Labor; die Befunde werte ich aus und ordne sie zusammen mit Ihren Beschwerden ein. Ob Ihr Schlaf erholsam ist, können Sie vorab mit meinem Schlaftagebuch (PDF) festhalten.
Anhaltende Müdigkeit sollte zuerst hausärztlich abgeklärt sein. Fühlen Sie sich über längere Zeit niedergeschlagen, ohne Freude oder Antrieb, gehört auch das in ärztliche oder psychotherapeutische Hand – ich kann ergänzend begleiten. Bei Schlafstörungen mit Atemaussetzern oder sehr lautem Schnarchen ist eine schlafmedizinische Abklärung sinnvoll. Verordnete Medikamente bitte nicht eigenmächtig ändern oder absetzen.
Ich begleite Sie ergänzend – und schaue dabei oft dorthin, wofür in der Praxis die Zeit fehlt: Wie geht es Ihnen im Alltag? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf, Essen, Nährstoffe und Hormone, und spielt vielleicht der Darm mit?
Zeitnah ärztlich abklären: ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder starkes nächtliches Schwitzen über längere Zeit, Atemnot oder Herzrasen schon bei leichter Belastung.
Viele wissen, dass mehr Pausen, guter Schlaf und regelmäßiges Essen helfen würden. Das Problem ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung – gerade wenn die Energie fehlt, fällt jede Veränderung schwer.
Genau da setze ich an: mit einer gründlichen Analyse, damit klar wird, wo bei Ihnen die wichtigsten Hebel liegen; mit einem Plan in kleinen, machbaren Schritten; wenn sinnvoll mit gezielten, zeitlich begrenzten Präparaten; und mit Begleitung. Ich höre zu, wenn es hakt, und der Plan kann angepasst werden.
Liegt das Hindernis vor allem bei Stress oder den Lebensumständen, kann zusätzlich Coaching helfen – damit Veränderungen nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden können.
Der Ablauf ist ein Rahmen – je nach Ihrer Situation kann er sich verändern oder anders zusammensetzen.
Die Begleitung läuft über Gespräche, Ihre Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; Blutwerte lassen Sie in Ihrer Hausarztpraxis vor Ort bestimmen. So läuft die Begleitung online ab.
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Der erste Termin dauert etwa eine Stunde, Auswertung und Plan je nach Umfang meist zwei bis drei Stunden.
Die Blutwerte rechnet Ihre Hausarztpraxis oder das Labor ab; manche Werte können Kassenleistung sein, andere Selbstzahlerleistung.
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Mit dem Begriff wird meist eine erschöpfte Stressachse beschrieben: Nach langer Belastung schüttet der Körper das Stresshormon Cortisol nicht mehr im gewohnten Rhythmus aus. Das ist etwas anderes als die seltene, ärztlich zu behandelnde Unterfunktion der Nebennieren. Ein Speicheltest über den Tag kann zeigen, wie Ihr Cortisolrhythmus verläuft.
Mit den Wechseljahren verändern sich die Hormone, oft auch Schlaf und Stimmung. Dazu kommen nicht selten Eisen-, Schilddrüsen- oder Blutzuckerthemen. Es lohnt sich, nicht alles den Wechseljahren zuzuschreiben, sondern die einzelnen Bausteine anzuschauen. Mehr dazu auf meiner Seite Wechseljahre.
So nennt man eine schwere, lang anhaltende Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht bessert und sich nach Belastung oft verschlechtert. Die Diagnose gehört in ärztliche Hand. Begleitend kann es sinnvoll sein, an Stress, Schlaf, Nährstoffen und Darm anzusetzen.
Kurzfristig ja, auf Dauer kann er die Müdigkeit aber überdecken – und spät am Tag den Schlaf stören. Wer ohne mehrere Tassen nicht durch den Tag kommt, sollte eher nach der Ursache suchen.
Ja, seelische Belastungen und Erschöpfung hängen eng zusammen und verstärken sich oft gegenseitig. Deshalb gehört die Frage, wie es Ihnen im Leben gerade geht, bei mir immer dazu – bei Bedarf auch mit ärztlicher oder psychotherapeutischer Unterstützung.
Das ist sehr unterschiedlich. Manche merken nach einigen Wochen eine Veränderung, bei lange bestehender Erschöpfung dauert es oft Monate. Versprechen lässt sich das nicht; Ihr Befinden und Kontrollwerte zeigen den Verlauf.
Häufig betroffen sind Eisen, Vitamin B12, Folsäure und Vitamin D, manchmal auch Magnesium. Ob bei Ihnen ein Mangel vorliegt, lässt sich über Blutwerte klären – statt auf Verdacht viele Präparate zu nehmen.
Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder rufen Sie an: In 15 Minuten lässt sich kostenlos klären, ob ich Sie begleiten kann.