Reizdarm – Heilpraktiker in Berlin und online
Bauchschmerzen, Blähbauch, mal Durchfall, mal Verstopfung – und die Untersuchungen waren ohne Befund? Dann heißt es oft: Reizdarm. Ich schaue genauer hin, was bei Ihnen dahinterstecken kann, und begleite Sie mit einem Plan, der zu Ihren Befunden und zu Ihrem Alltag passt.
In meiner Praxis im Kollwitzkiez in Berlin Prenzlauer Berg oder online per Video, deutschlandweit.
Kennen Sie das?
- Bauchschmerzen oder Krämpfe, die nach dem Stuhlgang oft besser werden
- ein Bauch, der sich im Laufe des Tages aufbläht
- Durchfall, Verstopfung – oder beides im Wechsel
- das Gefühl, der Darm sei nie ganz leer
- Darmspiegelung und Blutwerte ohne Befund, und am Ende heißt es: „Das ist halt ein Reizdarm.“
Viele Menschen, die zu mir kommen, haben schon einiges ausprobiert. Ein Reizdarm ist aber keine Endstation, sondern ein Anlass, genauer hinzuschauen.
Was ein Reizdarm ist
Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung: Der Darm arbeitet nicht so, wie er soll, ohne dass bei den üblichen Untersuchungen eine organische Ursache zu finden ist. Deshalb ist der Reizdarm eine Ausschlussdiagnose – andere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden müssen vorher ausgeschlossen sein.
Häufig reagiert der Darm dabei empfindlicher als sonst: Schon normale Mengen Luft oder Stuhl können als Druck oder Schmerz gespürt werden. Die Beschwerden sind also echt, auch wenn die Untersuchungen unauffällig waren.
Ärztinnen und Ärzte orientieren sich dabei an den sogenannten Rom-IV-Kriterien: wiederkehrende Bauchschmerzen, mindestens einmal pro Woche über drei Monate, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen oder mit einer Veränderung von Häufigkeit oder Beschaffenheit des Stuhls einhergehen. Was Sie selbst als Erstes tun können, lesen Sie in meinem Beitrag Reizdarm: Was Sie als Erstes tun können.
Die vier Typen
- Durchfall-Typ: vor allem weicher oder flüssiger Stuhl
- Verstopfungs-Typ: vor allem harter Stuhl, seltener Stuhlgang
- Misch-Typ: Durchfall und Verstopfung im Wechsel
- nicht einzuordnen: Beschwerden, die in keine der Gruppen passen
Was hinter einem Reizdarm stecken kann
Unverträglichkeiten
Laktose, Fruktose oder Histamin können Beschwerden auslösen.
Stress
Darm und Gehirn sind eng verbunden – Stress kann auf den Bauch schlagen.
Schwache Verdauung
Zu wenig Magensäure, Galle oder Enzyme – Unverdautes kommt im Darm an.
Was vorher ärztlich abgeklärt sein sollte
Bevor man von einem Reizdarm ausgehen kann, sollten andere Ursachen ausgeschlossen sein. Dazu gehören zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, eine Zöliakie, Infektionen oder Erkrankungen von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Das übernehmen Ihre Hausarztpraxis oder eine gastroenterologische Praxis – zum Beispiel mit Blutwerten, Ultraschall oder einer Darmspiegelung.
Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder Beschwerden, die Sie nachts wecken, gehören immer zuerst in ärztliche Hände.
Bringen Sie vorhandene Befunde gern mit. Was schon untersucht wurde, untersuche ich nicht doppelt. Und wenn mir etwas auffällt, das ärztlich abgeklärt werden sollte, sage ich Ihnen das offen.
Diagnostik: wie ich herausfinde, was bei Ihnen dahintersteckt
Mikrobiomanalyse
Eine Untersuchung Ihres Stuhls. Sie kann zeigen, welche Bakterien in Ihrem Darm leben, wie vielfältig Ihre Darmflora ist, und Hinweise auf Verdauung und Darmschleimhaut geben.
Atemtests
Können Hinweise geben, zum Beispiel auf eine Fehlbesiedlung im Dünndarm (SIBO) oder eine Laktoseunverträglichkeit. Die Testsets bekommen Sie von mir.
Blutwerte
Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Entzündungswerte: abgenommen beim Hausarzt oder in einem Labor, ausgewertet von mir.
Ernährungstagebuch
Kann zeigen, was Sie essen und wie Ihr Bauch darauf reagiert; oft die erste Spur. Mein Tagebuch dafür können Sie kostenlos herunterladen.
Wie ich bei Reizdarm vorgehe
Aus Ihren Beschwerden und Befunden entsteht ein Plan in Phasen. Je nachdem, was bei Ihnen dahintersteckt, können dazu gehören:
Ernährung
Zum Beispiel eine low-FODMAP-Ernährung: Für eine begrenzte Zeit lassen Sie bestimmte schwer verdauliche Kohlenhydrate weg, danach führen wir die Lebensmittel Schritt für Schritt wieder ein. So finden wir heraus, was Ihr Bauch verträgt – ohne dass Sie dauerhaft auf vieles verzichten müssen. Dabei kann mein FODMAP-Tagebuch (PDF) helfen. Wie Sie anfangen, lesen Sie in meinem Beitrag Low-FODMAP: wie Sie richtig anfangen.
Darmflora und Darmschleimhaut
Gezielt ausgewählte natürliche Mittel unterstützen die Darmflora und die Darmschleimhaut – passend zu Ihrem Befund.
Verdauung
Wo Magen, Galle oder Bauchspeicheldrüse zu schwach arbeiten, setze ich dort an.
Stoffwechsel
Stoffwechselthemen wie eine Insulinresistenz, eine Fettleber oder erhöhte Cholesterinwerte können mit der Darmgesundheit zusammenhängen. Ich beziehe sie mit ein.
Stress
Darm und Gehirn stehen über die Darm-Hirn-Achse in engem Austausch. Ängste und Stress können die Beschwerden verstärken. Mit Coaching unterstütze ich Sie dabei, gezielt an diesen Themen zu arbeiten.
Wie das Vorgehen in Phasen genau aussieht, lesen Sie unter Darmsanierung.
So läuft es bei mir ab
Schritt 0 — Vorgespräch, wenn Sie möchten
Kostenlos, 15 Minuten, am Telefon, per Video oder in der Praxis – um alle offenen Fragen zu klären, ob Sie bei mir richtig sind und ob mein Angebot zu Ihnen passt.
Schritt 1 — Erster Termin
Sie schildern mir Ihre Beschwerden in aller Ruhe und in ganzer Tiefe – Vorgeschichte, Ernährung, Alltag. In der Praxis oder per Video.
Schritt 2 — Untersuchungen
Die Tests, die bei Ihnen zur Klärung beitragen können. Die Testsets bekommen Sie im Termin oder per Post.
Schritt 3 — Auswertung und Plan
Sobald alle Unterlagen und Befunde vorliegen, werte ich sie aus und erstelle Ihren Plan. Meist sind das 2 bis 3 Stunden, manchmal mehr – das besprechen wir vorher. Ihren Plan bekommen Sie schriftlich als PDF: was die Befunde zeigen, welche Phase wann kommt und was Sie in welcher Reihenfolge nehmen.
Schritt 4 — Begleitung
Folgetermine, wenn sie sinnvoll sind, und Fragen zwischendurch per E-Mail. Reagiert Ihr Körper anders als erwartet, passe ich den Plan mit Ihnen an. Nach einigen Monaten kann eine erneute Mikrobiomanalyse zeigen, was sich verändert hat – der wichtigste Maßstab bleibt aber, wie es Ihnen geht.
Begleitung bei Reizdarm – auch online
Die Begleitung bei Reizdarm braucht keine Behandlung mit den Händen. Sie lebt vom Gespräch, von Ihren Befunden und von Ihrem Plan. Deshalb funktioniert sie per Video genauso wie in der Praxis: Testsets kommen per Post, das Labor schickt die Befunde an mich, Ihren Plan bekommen Sie als PDF.
Was die Begleitung kostet
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde – für den ersten Termin, für die Auswertung Ihrer Befunde und für spätere Gespräche. Ich schaue dabei nicht auf die Minute. Fragen per E-Mail sammle ich und rechne sie erst ab, wenn etwa eine Stunde zusammengekommen ist.
Die Tests rechnet das Labor direkt mit Ihnen ab. Die von mir häufig durchgeführte Stuhl-Mikrobiomanalyse (Darmcheck bei Ganzimmun) kostet zum Beispiel etwa 240 €.
Für den Start heißt das meist: erster Termin (etwa 1 Stunde), Auswertung und Plan (2 bis 3 Stunden) und die Mikrobiomanalyse – zusammen etwa 600 bis 700 €.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, private Versicherungen und Zusatzversicherungen teilweise, je nach Tarif.
Wer Sie begleitet
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Das sagen Patienten, die ich bei ihrer Darmgesundheit begleitet habe
Ich werde seit etwa sechs Monaten von Herrn Erb als Ernährungsberater begleitet. In dieser Zeit ist es mir gelungen, meine seit jeher bestehenden gastrointestinalen Probleme fast vollständig zu lösen. Neben seiner Professionalität und Kompetenz habe ich besonders seine Präsenz und seine Bereitschaft geschätzt, detailliert auf meine Fragen zu den von ihm erstellten Ernährungsplänen einzugehen.“ ★★★★★ — F. P., Google-Rezension (vor 7 Monaten)
Es handelt sich um individuelle Erfahrungsberichte. Behandlungsergebnisse sind nicht übertragbar
Häufige Fragen zum Reizdarm
Ist ein Reizdarm heilbar?
Ein Heilversprechen kann und darf ich Ihnen nicht geben. Mein Ziel ist, mit Ihnen herauszufinden, was bei Ihnen hinter den Beschwerden steckt, und genau dort anzusetzen.
Wie wird ein Reizdarm festgestellt?
Ein Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose: Ärztinnen und Ärzte schließen andere Erkrankungen aus und orientieren sich an den Rom-IV-Kriterien. Ich schaue zusätzlich, was dahinterstecken kann – zum Beispiel mit einer Stuhlanalyse, Atemtests und einem Ernährungstagebuch.
Muss ich dauerhaft low-FODMAP essen?
Nein. Die low-FODMAP-Ernährung ist für eine begrenzte Zeit gedacht. Danach führen wir die Lebensmittel Schritt für Schritt wieder ein, damit Sie so abwechslungsreich wie möglich essen können. Mein FODMAP-Tagebuch (PDF) begleitet Sie durch beide Schritte.
Welche Symptome sind typisch für einen Reizdarm?
Typisch sind krampfende oder stechende Bauchschmerzen, die nach dem Stuhlgang oft besser werden, ein Blähbauch und ein veränderter Stuhlgang – Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel. Häufig bleibt das Gefühl, nicht ganz entleert zu sein. Nicht typisch sind Blut im Stuhl, Fieber, ungewollter Gewichtsverlust oder Beschwerden, die nachts wecken – das gehört zuerst ärztlich abgeklärt.
Meine Darmspiegelung war ohne Befund. Bringt das hier noch etwas?
Eine Darmspiegelung zeigt, ob das Gewebe krank ist. Sie zeigt nicht, welche Bakterien in Ihrem Darm leben oder wie gut Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse arbeiten. Genau das schaue ich mir an. Was schon untersucht wurde, untersuche ich nicht doppelt.
Spielt die Psyche eine Rolle?
Darm und Gehirn stehen in engem Austausch. Stress und Ängste können die Beschwerden verstärken. Das heißt aber nicht, dass Ihre Beschwerden eingebildet sind – sie sind real, und es lohnt sich, auch nach körperlichen Ursachen zu suchen. Mehr dazu in meinem Beitrag Stress und Verdauung: warum der Bauch mitleidet.
Geht das auch online?
Ja. Termine per Video funktionieren genauso wie in der Praxis, die Testsets bekommen Sie per Post.
Was kann ich bei Reizdarm selbst tun?
Regelmäßig und in Ruhe essen, ausreichend Wasser trinken, ein Tagebuch führen und blähende Ballaststoffe vorerst reduzieren. Bei Verstopfung kann Magnesium helfen, den Stuhl weicher zu machen – bei Durchfall ist es eher ungünstig, deshalb am besten abgesprochen. Mehr in meinem Beitrag Reizdarm: Was Sie als Erstes tun können.
Ihr Termin bei Reizdarm
Buchen Sie Ihren Termin direkt online – in meiner Praxis im Kollwitzkiez oder per Video. Sie möchten vorher klären, ob ich Ihnen helfen kann? Dann rufen Sie mich für ein kostenloses Vorgespräch von 15 Minuten an.