Verstopfung – Heilpraktiker in Berlin und online

Heilpraktiker Harald Erb wertet mit einem Patienten am Schreibtisch die Befunde bei Verstopfung aus – Praxis Berlin Prenzlauer Berg

Tagelang kein richtiger Stuhlgang, ein Bauch, der drückt und spannt, und Abführmittel helfen nur kurz? Mich interessiert, warum Ihr Darm träge geworden ist – und was ihn wieder in Bewegung bringen kann. Daraus entsteht ein Plan, der zu Ihren Befunden und zu Ihrem Alltag passt.

In meiner Praxis im Kollwitzkiez in Berlin Prenzlauer Berg oder online per Video, deutschlandweit.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  • Der Gang zur Toilette lässt tagelang auf sich warten – und wenn, dann hart und mit Pressen
  • danach bleibt das Gefühl, nicht ganz leer zu sein
  • schon nach einer Kleinigkeit Völlegefühl und Druck, oft bläht sich der Bauch auf (mehr im Beitrag Völlegefühl nach dem Essen)
  • dazu Krämpfe, ein Ziehen, Müdigkeit
  • Sie haben schon einiges versucht – mehr trinken, Flohsamen, Magnesium, Abführmittel. Es wird kurz besser und kommt wieder.

Und es bleibt nicht im Bauch: Es drückt auf die Stimmung und kostet Kraft. Vieles davon hat man sich so angewöhnt, dass es fast normal erscheint. Bleibt die Frage: Woher kommt das eigentlich?

Wann man von Verstopfung spricht

Beim Stuhlgang ist die Spannbreite groß: Zwischen dreimal am Tag und dreimal in der Woche gilt vieles als normal. Von einer Verstopfung spricht man, wenn der Stuhl seltener kommt, hart ist, nur mit starkem Pressen gelingt oder das Gefühl bleibt, nicht vollständig entleert zu sein. Hält das über Monate an, spricht man von einer chronischen Verstopfung. Viele sagen dazu auch Darmträgheit.

Verstopfung ist dabei ein Signal, keine Diagnose: Derselbe träge Darm kann sehr verschiedene Gründe haben.

Drei Formen – und warum die Unterscheidung wichtig ist

Eine einfache Frage hilft oft schon weiter: Spüren Sie den Drang zur Toilette?

Kein Drang

Der Darm transportiert zu langsam, im Enddarm kommt nichts an. Dahinter können die Darmflora stecken, Stress, zu wenig Schlaf, ein unregelmäßiger Essrhythmus oder die Schilddrüse.

Drang da, aber die Entleerung gelingt nicht

Der Stuhl ist angekommen, doch das Zusammenspiel von Beckenboden und Schließmuskel klappt nicht richtig – das Pressen bleibt erfolglos. Hier gehört auch eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung dazu.

Drang wird aufgeschoben

Auf Reisen, im Dienst, in fremder Umgebung: Wer den Drang immer wieder unterdrückt, gewöhnt den Enddarm daran – und der Reiz wird schwächer.

Was hinter einer Verstopfung stecken kann

Mögliche Ursachen, denen ich nachgehe:

Methanbildner

Bestimmte Mikroben bilden Methan, das den Darm bremsen kann.

Darmflora

Fehlen Buttersäurebildner, fehlen der Darmschleimhaut Energie und dem Darm Antrieb.

Reizdarm

Beim Verstopfungs-Typ steht der träge Darm im Vordergrund.

Nach Antibiotika

Antibiotika können die Darmflora nachhaltig verändern.

Stress und Schlaf

Anhaltende Anspannung bremst die Darmbewegung über das Nervensystem.

Schilddrüse

Arbeitet sie zu langsam, kann auch der Darm langsamer werden.

Schwache Verdauung

Zu wenig Verdauungsenzyme oder Gallensäuren – Unverdautes kommt im Darm an.

Warum Abführmittel allein selten reichen

Abführmittel können kurzfristig Erleichterung bringen. Solange nur nachgeholfen wird, bleibt aber die Ursache bestehen – und manche Menschen erleben, dass sie ohne Nachhelfen immer schlechter auskommen.

Auch ein Probiotikum allein füllt die Lücken in der Darmflora meist nicht. Dafür braucht es die passenden Ballaststoffe – gezielt ausgewählt, langsam gesteigert und zur richtigen Zeit. Welche das sind, hängt von Ihrem Befund ab.

Was vorher ärztlich abgeklärt sein sollte

Bei einer neu aufgetretenen Verstopfung, Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, starken Schmerzen oder Fieber gehört das zuerst in ärztliche Hände. Auch die Schilddrüse, eine Zöliakie oder Medikamente als Ursache sollten geprüft sein – manche Mittel, zum Beispiel Eisenpräparate oder bestimmte Schmerzmittel, können den Darm bremsen.

Waren Sie schon bei einer Darmspiegelung ohne Befund? Dann ist die Schleimhaut in Ordnung. Wie der Darm arbeitet, wie seine Flora aussieht und wie schnell er transportiert, zeigt eine Darmspiegelung aber nicht. Genau dort schaue ich weiter. Vorhandene Befunde bringen Sie gern mit.

Diagnostik: wie ich herausfinde, was bei Ihnen dahintersteckt

Welche Untersuchungen sinnvoll sind, ergibt sich aus dem Gespräch. Häufig gehören eine Stuhlanalyse und ein Ernährungstagebuch dazu. Bei Verdacht auf Methanbildner kann ein Atemtest weiterhelfen – er misst neben Wasserstoff auch Methan. Blutwerte, zum Beispiel für die Schilddrüse, lassen Sie bei Ihrem Hausarzt bestimmen; ob und welche das sind, besprechen wir im Termin, und gegebenenfalls bekommen Sie von mir eine Liste mit.

Ich arbeite vor allem mit zwei Fachlaboren zusammen: Ganzimmun und biovis.

Mikrobiomanalyse

Eine Untersuchung Ihres Stuhls. Sie kann zeigen, welche Bakterien in Ihrem Darm leben, wie vielfältig Ihre Darmflora ist, und Hinweise auf Verdauung und Darmschleimhaut geben.

Atemtests

Können Hinweise geben, zum Beispiel auf eine Fehlbesiedlung im Dünndarm (SIBO) oder eine Laktoseunverträglichkeit. Die Testsets bekommen Sie von mir.

Blutwerte

Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Entzündungswerte: abgenommen beim Hausarzt oder in einem Labor, ausgewertet von mir.

Ernährungstagebuch

Kann zeigen, was Sie essen und wie Ihr Bauch darauf reagiert; oft die erste Spur.

Wie ich bei Verstopfung vorgehe

Aus Ihren Beschwerden und Befunden entsteht ein Plan in Phasen – nicht nach Lehrbuch, sondern so, dass Sie ihn im Alltag umsetzen können.

  1. Bremsen lösen: Haben Methanbildner oder andere Keime überhandgenommen, werden sie mit pflanzlichen Mitteln zurückgedrängt.
  2. Darmflora und Schleimhaut stärken: mit passenden Ballaststoffen, die langsam gesteigert werden, und bei Bedarf mit Pro- und Präbiotika.
  3. Das Warum angehen: Stress, Schlaf, Essrhythmus, Verdauungskraft oder Stoffwechsel – je nachdem, was bei Ihnen dahintersteckt.
  4. Stabilisieren: damit der Darm im Alltag in Bewegung bleibt.

Ehrlich zur Erwartung: Von der ersten Analyse, bis alles rund läuft, sind es meist drei bis sechs Monate. Es braucht etwas Mitarbeit – beobachten, was Sie vertragen, den Plan umsetzen. Das passt in einen normalen Alltag.

Was Sie selbst tun können

Bei gelegentlicher Verstopfung helfen oft schon einfache Dinge:

  • genug trinken, zum Beispiel ein großes Glas warmes Wasser am Morgen
  • Flohsamenschalen mit reichlich Wasser – nehmen Sie Medikamente, am besten mit etwa zwei Stunden Abstand
  • Magnesium
  • Bewegung und eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn
  • ein festes Ritual: etwa eine Viertelstunde nach dem Frühstück in Ruhe zur Toilette gehen – nach dem Essen wird der Darm häufig von selbst aktiv
  • dem Drang nachgeben, statt ihn aufzuschieben, und sich Zeit nehmen – ein Hocker unter den Füßen kann die Haltung erleichtern

Haben Sie einen Blähbauch, sind Weizenkleie und Leinsamen gegebenenfalls keine gute Wahl – sie könnten weiter blähen.

Wird es nur kurz besser, kommen Sie ohne Nachhelfen nicht mehr aus oder kommen Blähungen und Druck dazu, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Stand ein Antibiotikum am Anfang, lesen Sie auch: Darmaufbau nach Antibiotika.

Harald Erb bespricht mit einer Patientin am Schreibtisch den Ablauf der Darmsanierung — Praxis in Berlin Prenzlauer Berg

So läuft es bei mir ab

Schritt 0 — Vorgespräch, wenn Sie möchten

Kostenlos, 15 Minuten, am Telefon, per Video oder in der Praxis – um alle offenen Fragen zu klären, ob Sie bei mir richtig sind und ob mein Angebot zu Ihnen passt.

Schritt 1 — Erster Termin

Sie schildern mir Ihre Beschwerden in aller Ruhe und in ganzer Tiefe – Vorgeschichte, Ernährung, Alltag. In der Praxis oder per Video.

Schritt 2 — Untersuchungen

Die Tests, die bei Ihnen zur Klärung beitragen können. Die Testsets bekommen Sie im Termin oder per Post.

Schritt 3 — Auswertung und Plan

Sobald alle Unterlagen und Befunde vorliegen, werte ich sie aus und erstelle Ihren Plan. Meist sind das 2 bis 3 Stunden, manchmal mehr – das besprechen wir vorher. Ihren Plan bekommen Sie schriftlich als PDF: was die Befunde zeigen, welche Phase wann kommt und was Sie in welcher Reihenfolge nehmen.

Schritt 4 — Begleitung

Folgetermine, wenn sie sinnvoll sind, und Fragen zwischendurch per E-Mail. Reagiert Ihr Körper anders als erwartet, passe ich den Plan mit Ihnen an. Nach einigen Monaten kann eine erneute Mikrobiomanalyse zeigen, was sich verändert hat – der wichtigste Maßstab bleibt aber, wie es Ihnen geht.

Begleitung bei Verstopfung – auch online

Die Begleitung bei Verstopfung braucht keine Behandlung mit den Händen. Sie lebt vom Gespräch, von Ihren Befunden und von Ihrem Plan. Deshalb funktioniert sie per Video genauso wie in der Praxis: Testsets kommen per Post, das Labor schickt die Befunde an mich, Ihren Plan bekommen Sie als PDF.

Was die Begleitung kostet

Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde – für den ersten Termin (etwa 1 Stunde), für Auswertung und Plan (meist 2 bis 3 Stunden) und für spätere Gespräche. Ich schaue dabei nicht auf die Minute. Das Vorgespräch ist kostenlos.

Die Tests rechnet das Labor direkt mit Ihnen ab: die Stuhlanalyse (Darmcheck bei Ganzimmun) etwa 240 €, ein Atemtest-Set je nach Test etwa 36 bis 60 € – den Atemtest gibt es auch kostenlos in einer gastroenterologischen Praxis. Für den Start heißt das meist etwa 600 bis 700 €.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen mein Honorar in der Regel nicht, private Versicherungen und Zusatzversicherungen teilweise, je nach Tarif.

→ Alle Details zu den Behandlungskosten

Wer Sie begleitet

Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.

Heilpraktiker Harald Erb im Erstgespräch zur Darmsanierung mit einer Patientin, Praxis im Kollwitzkiez, Berlin Prenzlauer Berg

Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.

Das sagen Patienten, die ich bei ihrer Darmgesundheit begleitet habe

Ich werde seit etwa sechs Monaten von Herrn Erb als Ernährungsberater begleitet. In dieser Zeit ist es mir gelungen, meine seit jeher bestehenden gastrointestinalen Probleme fast vollständig zu lösen. Neben seiner Professionalität und Kompetenz habe ich besonders seine Präsenz und seine Bereitschaft geschätzt, detailliert auf meine Fragen zu den von ihm erstellten Ernährungsplänen einzugehen.“ ★★★★★ — F. P., Google-Rezension (vor 7 Monaten)

→ Alle Bewertungen bei Google

Heilpraktiker Harald Erb im vertrauensvollen Beratungsgespräch mit einer Patientin zur Darmgesundheit in Berlin Prenzlauer Berg

Es handelt sich um individuelle Erfahrungsberichte. Behandlungsergebnisse sind nicht übertragbar

Häufige Fragen zur Verstopfung

Das ist oft kein Zufall. Bleibt der Stuhl lange im Darm, haben Bakterien mehr Zeit zum Vergären – es entstehen Gase. Umgekehrt kann Methan den Darm zusätzlich bremsen. Genau diesen Kreislauf schaue ich mir an. Mehr dazu unter Blähungen.

Gelegentlich eingesetzt sind viele Abführmittel unproblematisch. Wer aber dauerhaft nachhelfen muss, sollte die Ursache klären lassen – das Abführmittel ersetzt sie nicht.

Nicht immer. Manche Ballaststoffe blähen, wenn die passenden Bakterien fehlen. Deshalb wähle ich sie nach Ihrem Befund aus und steigere sie langsam.

Bewährt sind eingeweichte Trockenpflaumen oder Feigen, Flohsamenschalen oder Leinsamen mit reichlich Flüssigkeit, genug Wasser über den Tag und Bewegung. Quellmittel immer mit viel Wasser nehmen, sonst können sie die Verstopfung verschlimmern. Bei einem Blähbauch können Leinsamen, Kleie oder Trockenobst zusätzlich blähen – ein Tagebuch zeigt, was Ihnen guttut.

Zwischen dreimal am Tag und dreimal in der Woche gilt als normal. Entscheidend ist, was für Sie normal ist – und ob sich etwas verändert. Weicher, geformter Stuhl, der ohne starkes Pressen kommt, ist ein gutes Zeichen. Hält eine Veränderung über Wochen an, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Meist drei bis sechs Monate, bis alles rund läuft. Wie schnell sich etwas verändert, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Meist ist Verstopfung unangenehm, aber harmlos. Bitte ärztlich abklären lassen bei Blut im Stuhl, sehr dünnem Stuhl, Durchfall im Wechsel mit Verstopfung, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber oder einer neu aufgetretenen oder lange anhaltenden Verstopfung. Kommt über mehrere Tage, etwa fünf bis sieben, kein Stuhlgang und dazu ein stark aufgeblähter Bauch, kaum noch Winde, starke Schmerzen oder Erbrechen, bitte sofort ärztliche Hilfe holen – dahinter kann ein Darmverschluss stecken.

Ja. Termine per Video funktionieren genauso wie in der Praxis, die Testsets bekommen Sie per Post.

Für den Moment helfen häufig zwei Gläser warmes Wasser am Morgen, Bewegung, eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn und etwa 10 bis 15 Minuten nach dem Frühstück in Ruhe zur Toilette zu gehen – mit einem Hocker unter den Füßen und ohne starkes Pressen. Flohsamenschalen wirken meist erst nach 12 bis 24 Stunden. Ein Abführmittel kann gelegentlich sinnvoll sein; lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Der Darm mag Rhythmus: regelmäßige Mahlzeiten mit Pausen dazwischen, gründliches Kauen und ein fester Toilettengang nach dem Frühstück. Bitterstoffe, etwa aus Chicorée, Rucola, Artischocke oder Löwenzahn, können die Verdauungssäfte anregen. Bewegung, genug Schlaf und weniger Hektik beim Essen wirken häufig mit.

Ihr Termin bei Verstopfung

Buchen Sie Ihren Termin direkt online – in meiner Praxis im Kollwitzkiez oder per Video. Sie möchten vorher klären, ob ich Ihnen helfen kann? Dann rufen Sie mich für ein kostenloses Vorgespräch von 15 Minuten an.

Heller Behandlungsraum mit Liege und Pflanzen in der Heilpraxis Harald Erb, Berlin Prenzlauer Berg