Der Zyklus ist unregelmäßig oder bleibt aus, die Haut spielt verrückt, die Haare werden am Kopf dünner und wachsen dort, wo sie nicht sollen – und das Gewicht sammelt sich am Bauch. Oder es sind die Tage vor der Periode, die Wechseljahre, der unruhige Schlaf. Viele Frauen haben irgendwann das Gefühl: Mit meinen Hormonen stimmt etwas nicht.
Hormone hängen mit vielem zusammen – mit Blutzucker, Leber, Schilddrüse, Darm, Nährstoffen, Stress und Schlaf. Deshalb schaue ich bei PCOS und Hormonbeschwerden in der Regel recht breit hin: im Gespräch, über ein Zyklustagebuch, eine umfassende Labordiagnostik und gegebenenfalls über Stresshormone und Darm. Daraus kann ein Plan entstehen, der zu Ihrem Alltag passt. Die gynäkologische Betreuung ergänze ich, ersetze sie aber nicht.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video – überall in Deutschland.
Die Abstände sind lang und unberechenbar, manchmal bleibt die Periode ganz aus.
Unreine Haut auch als Erwachsene, mehr Haare im Gesicht oder am Körper, dünneres Haar am Kopf.
Das Gewicht sammelt sich am Bauch, und trotz Mühe bewegt sich die Waage kaum.
Gereizt, traurig, Brustspannen, Wassereinlagerungen – jeden Monat wieder.
Hitzewallungen, unruhige Nächte, Stimmungsschwankungen und ein Gewicht, das sich verändert.
PCOS – das polyzystische Ovarsyndrom – ist eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen. Typisch sind ein unregelmäßiger Zyklus, Zeichen erhöhter männlicher Hormone wie Akne oder vermehrte Behaarung und im Ultraschall viele kleine Bläschen an den Eierstöcken. Für die Diagnose reichen meist zwei dieser drei Merkmale – nicht jede Frau mit PCOS hat also „Zysten“.
PCOS beginnt oft schon in jungen Jahren und tritt in Familien gehäuft auf. Es betrifft keineswegs nur Frauen mit Übergewicht – auch schlanke Frauen können PCOS haben. Die Diagnose stellt die Frauenärztin oder der Frauenarzt.
Bei etwa der Hälfte der Frauen mit PCOS spielt eine Insulinresistenz mit – auch bei manchen schlanken Frauen. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann die Eierstöcke anregen, mehr männliche Hormone zu bilden. Diese können wiederum die Reifung der Eizellen stören – ein Kreislauf, der den Zyklus durcheinanderbringen kann.
Deshalb lohnt es sich bei PCOS fast immer, auch auf den Blutzucker zu schauen. Hier liegt oft einer der wichtigsten Hebel, die Sie selbst beeinflussen können: Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress. Erste praktische Schritte für den Alltag finden Sie in meinem Beitrag Beginnende Insulinresistenz: was tun?
Auch ohne PCOS können die Hormone aus dem Takt geraten. Häufig geht es um das Verhältnis von Östrogen und Progesteron:
Oft spielt Stress eine zentrale Rolle. Dauerstress hält das Stresshormon Cortisol hoch – das kann den Zyklus stören, bis hin zum Ausbleiben der Periode, und den Blutzucker nach oben treiben. Dazu verändert Stress den Alltag: unregelmäßig essen, weniger bewegen, schlechter schlafen.
Weitere Faktoren, die mitspielen können:
PCOS und Hormone sind damit ein sehr vernetztes Thema: Vieles kann sich auswirken – es muss nicht, tut es aber oft, und meist wirken mehrere Dinge zusammen. Deshalb schaue ich nicht nur auf einen Wert, sondern auf die Kette dahinter.
Am Anfang steht das Gespräch: Ich nehme mir Zeit, höre zu und frage nach Ihrem Zyklus, Ihren Beschwerden, Ihrem Alltag, Ihrem Stress und Ihrem Schlaf. Ein Zyklustagebuch über ein, zwei Monate kann dabei viel zeigen.
Weil so vieles zusammenspielt, reicht es für eine gute Analyse in der Regel nicht, nur einen oder zwei Werte anzuschauen. Je nach Beschwerden kann eine recht umfassende Labordiagnostik sinnvoll sein:
Hausarztpraxen übernehmen davon oft nur einen Teil, Frauenarztpraxen manchmal mehr. Gerade wenn es darum geht, Zusammenhänge zu erkennen, die ärztlich nicht als nötig angesehen werden, kann es sein, dass Sie einige Werte selbst bezahlen. Was davon sinnvoll ist, bespreche ich mit Ihnen – manches ergibt sich allerdings erst nach dem ersten Termin oder im Laufe der Begleitung. Wichtig ist nur zu wissen: Einige Blutwerte müssen Sie unter Umständen selbst bezahlen.
Ich nehme selbst kein Blut ab. Die Blutabnahme erfolgt in Ihrer Frauenarzt- oder Hausarztpraxis oder über ein Labor; die Befunde werte ich aus und ordne sie zusammen mit Ihren Beschwerden ein.
Die Diagnose PCOS, die Pille, eine Hormonbehandlung und alles rund um den Kinderwunsch gehören in gynäkologische Hand. Verordnete Medikamente bitte nicht eigenmächtig ändern oder absetzen.
Ich begleite Sie ergänzend – und schaue dabei oft dorthin, wofür in der Praxis die Zeit fehlt: Wie geht es Ihnen im Alltag? Welche Rolle spielen Stress, Schlaf, Essen, Blutzucker und Darm?
Zeitnah frauenärztlich abklären: wenn die Periode länger als drei Monate ausbleibt, bei sehr starken oder ungewöhnlichen Blutungen oder wenn die Behaarung rasch zunimmt.
Viele wissen, dass Ernährung, Bewegung, Schlaf und weniger Stress den Hormonen guttun würden. Das Problem ist selten das Wissen, sondern die Umsetzung – im vollen Alltag und gerade dann, wenn die Hormone selbst Stimmung und Energie drücken.
Genau da setze ich an: mit einer gründlichen Analyse, damit klar wird, wo bei Ihnen die wichtigsten Hebel liegen; mit einem Plan in machbaren Schritten; wenn sinnvoll mit gezielten, zeitlich begrenzten Präparaten; und mit Begleitung. Ich höre zu, wenn es hakt, und der Plan kann angepasst werden.
Liegt das Hindernis vor allem bei Stress oder den Lebensumständen, kann zusätzlich Coaching helfen – damit Veränderungen nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden können.
Der Ablauf ist ein Rahmen – je nach Ihrer Situation kann er sich verändern oder anders zusammensetzen.
Die Begleitung läuft über Gespräche, Ihre Befunde und Ihren Plan – dafür müssen Sie nicht in die Praxis. Per Video begleite ich Sie genauso, überall in Deutschland; Blutwerte lassen Sie in Ihrer Hausarztpraxis vor Ort bestimmen. So läuft die Begleitung online ab.
Ich rechne nach Zeit ab: 120 € pro Stunde, das Vorgespräch ist kostenlos. Der erste Termin dauert etwa eine Stunde, Auswertung und Plan je nach Umfang meist zwei bis drei Stunden.
Die Laborwerte rechnet die Arztpraxis oder das Labor direkt mit Ihnen ab. Bei PCOS und Hormonen kann die Labordiagnostik umfangreicher sein; manche Werte sind Kassenleistung, andere zahlen Sie selbst. Welche Werte nötig sind, ergibt sich teils erst im Verlauf; ich bespreche das jeweils mit Ihnen.
Ich bin Harald Erb, Heilpraktiker in Berlin Prenzlauer Berg, mit eigener Heilpraxis seit 2007. Weitergebildet habe ich mich unter anderem in Darmsanierung, in klinischer Psychoneuroimmunologie (kPNI), die Darm, Stress, Hormone und Stoffwechsel zusammen betrachtet, und in orthomolekularer Medizin. Zur Darmgesundheit habe ich mich vor allem bei der Biogena Akademie und beim Fachlabor biovis fortgebildet – in Wochenend-, Tages- und Webseminaren.
Zwei Menschen mit denselben Beschwerden haben selten dieselben Befunde – und brauchen deshalb selten denselben Plan. Mir ist wichtig, Ihnen die Zusammenhänge verständlich zu machen, damit Sie selbst Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.
Diskutiert werden vor allem Vitamin D, außerdem Magnesium, Zink und B-Vitamine. Ob bei Ihnen tatsächlich ein Mangel vorliegt, lässt sich über Blutwerte klären – statt auf Verdacht viele Präparate zu nehmen.
Inositol wird bei PCOS häufig eingesetzt, weil es die Insulinwirkung unterstützen kann. Ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist, in welcher Form und Menge, bespreche ich mit Ihnen nach der Auswertung – und bei Kinderwunsch in Abstimmung mit Ihrer Frauenarztpraxis.
Hormone bestimmen lassen ja: Ich bespreche mit Ihnen, welche Werte sinnvoll sind, die Abnahme erfolgt in einer Arztpraxis oder über ein Labor, und ich werte die Befunde aus. Verschreibungspflichtige Hormone darf ein Heilpraktiker nicht verordnen – das bleibt ärztlich.
Das hängt stark davon ab, welche Werte bestimmt werden. Manche sind Kassenleistung, andere zahlen Sie selbst; das Labor oder die Arztpraxis rechnet sie direkt mit Ihnen ab. Meine Auswertung rechne ich nach Zeit ab.
Häufig genannt werden Brustspannen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit vor der Periode, starke oder schmerzhafte Blutungen und Gewicht an Hüften und Bauch. Diese Zeichen sind nicht eindeutig – erst Zyklus und Werte ergeben ein Bild.
In den Wechseljahren sinkt meist zuerst das Progesteron. Unruhe und Schlafprobleme können die Folge sein. Neben einer möglichen ärztlichen Hormonbehandlung können Schlafrhythmus, Stressabbau, Bewegung und Ernährung viel ausmachen. Mehr dazu auf meiner Seite Wechseljahre.
Viele Frauen mit PCOS werden schwanger – manchmal von selbst, manchmal mit ärztlicher Unterstützung. Ein ausgeglichener Blutzucker und ein gesünderer Alltag können den Zyklus unterstützen. Die Kinderwunschbehandlung selbst gehört in frauenärztliche Hand.
Buchen Sie direkt online – in der Praxis in Berlin Prenzlauer Berg oder per Video. Oder rufen Sie an: In 15 Minuten lässt sich kostenlos klären, ob ich Sie begleiten kann.